BZÖ startet ergebnisoffenen Diskussionsprozess über Zukunft des Bündnisses

Parteivorstand für breite Diskussion - Entscheidung im Herbst

Wien (OTS) - Nach dem "desaströsen Ergebnis" der EU-Wahl am vergangenen Sonntag habe gestern, Dienstagabend, der Parteivorstand über die aus dieser Niederlage zu ziehenden Schlussfolgerungen beraten, teilte Bündnisobmann Gerald Grosz bei der heutigen Pressekonferenz in Wien mit. Inhaltlicher Schwerpunkt sei nicht nur die Analyse des Wahlergebnisses gewesen, sondern auch die weitere Vorgehensweise innerhalb des Bündnisses. "Dieses desaströse Ergebnis war nicht der konservierte Verlust des Jahres 2014, sondern die logische Konsequenz von 12 verlorenen Wahlen in Serie seit dem Jahr 2008", so Grosz dazu.

Von ein paar wenigen erfolgreichen Kommunalwahlen abgesehen, die jedoch ausschließlich aufgrund der herausragenden Persönlichkeiten auf Gemeindeebene erfolgreich geschlagen worden seien, habe es das BZÖ nicht geschafft, erfolgreich bei Wahlen zu reüssieren. "Es wäre längst an der Zeit gewesen, Bilanz zu ziehen und uns selbst zu hinterfragen, doch das haben wir nicht getan", betonte Grosz weiter. Das BZÖ habe weder entsprechende inhaltliche und programmatische Ausrichtungen besessen, es sei nicht klar gewesen, wofür das BZÖ stehe, "die Wähler haben auch nicht gewusst, warum man uns wählen soll".

Nun führe kein Weg mehr an einem umfassenden Diskussionsprozess vorbei, dessen Einleitung der Parteivorstand, das Bündnisteam des BZÖ, nun auch einstimmig beschlossen hat. Dieser Prozess werde nun unter Einbeziehung der gesamten Basis mit ergebnisoffenem Ausgang geschehen. "Wir machen die Luken dicht und sind jetzt mit uns selbst beschäftigt. Wir müssen den Status hinterfragen, eine Diskussion über die Zukunft einleiten und über Inhalte, sowie die personelle Ausgestaltung diskutieren", sagte Grosz.

Dauern werde dieser Nachdenkprozess bis Herbst: "Bis dahin sollen Fakten geschaffen werden. Wir werden uns dieser herausfordernden Situation stellen, alle notwendigen Maßnahmen zu setzen, um uns in inhaltlichen Aspekten, unserer Programmatik und im Erscheinungsbild neu zu definieren und entscheiden, ob und wenn dann wie es das BZÖ weiter geben wird." Man werde nun endlich den Prozess einleiten, der nie durchgeführt worden sei, diese Verantwortung wolle er wahrnehmen, sagte Grosz, der auch betonte: "Mein Herz schlägt weiterhin für das BZÖ und ich wüsste auch keine andere politische Heimat." Bei den kommenden Gemeinderatswahlen in Kärnten, Oberösterreich und Steiermark wolle er kandidieren, da die erfolgreiche Arbeit der Kommunalpolitiker ein wesentlicher Grundbaustein für die Zukunft des BZÖ darstelle.

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