Klima- und Energiefonds: 35,5 Millionen Euro stehen für Energieforschung zur Verfügung

Energieforschungsprogramm startet mit plus 10-Millionen-Budget / Ziel: Durch Innovationen den Wirtschaftsstandort stärken und Klima schützen

Wien (OTS) -

Neue Themenschwerpunkte durch Stakeholderprozess

Seit 2007 hat der Klima- und Energiefonds insgesamt 288 Mio. Euro in 644 Energieforschungsprojekte investiert. Heute, Mittwoch, startet der Klima- und Energiefonds sein Energieforschungsprogramm, das heuer vom Technologieminsterium (bmvit)mit insgesamt 35,5 Millionen Euro dotiert ist - das entspricht einem Plus von 10 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. 30 Mio. davon stehen ab sofort für Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zur Verfügung, die Projektergebnisse rasch am Markt etablieren. Weiter 5,5 Mio. Euro werden im Herbst ausgeschrieben.

Technologieministerin Doris Bures:

"Der kürzlich erschienene Länderbericht 2014 der Internationalen Energieagentur hat gezeigt, dass Österreich mit seiner Energieforschungsstrategie auf dem richtigen Weg ist. Energieforschung ist der Schlüssel für die langfristig sichere, leistbare und umweltfreundliche Energieversorgung. Das brauchen der Standort und die Bevölkerung. Mein Ressort setzt dabei auf jene Themen, die das Leben der Menschen am stärksten berühren und nicht nur technologische, sondern auch soziale Innovationen hervorbringen:
Das sind hocheffiziente Gebäude, intelligente emissionsarme Energiesysteme sowie zukunftsweisende urbane Energie- und Verkehrslösungen. Insgesamt investiert mein Ressort für diesen Schwerpunkt heuer 80 Millionen Euro."

Stakeholderprozess definiert neue Schwerpunkte: Kostengünstige Innovationen für den Markt

Dem neuen Energieforschungs-Call ist ein umfassender Stakeholderprozess (breit angelegte Online-Befragung unter 600 ExpertInnen) voraus gegangen. Die Förder-Schwerpunkte innerhalb der ausgeschriebenen Themenfelder wurden in weiten Bereichen maßgeblich überarbeitet. Klima- und Energiefonds-Geschäftsführerin Theresia Vogel:

"Wir haben das Ziel, Forschung und Wirtschaft stärker zu vernetzen. Nur Innovationen, die sich am Markt etablieren, werden von der Bevölkerung akzeptiert und tragen so zu einem breiten Rollout nachhaltiger Technologien bei."

Schwerpunkt 2014: Mit Innovationen den Wirtschaftsstandort Österreich stärken, Arbeitsplätze schaffen und das Klima global schützen

Mit dem Energieforschungsprogramm unterstützt der Klima- und Energiefonds energietechnologische Innovationen in Bereichen, in denen Österreich ein Stärkefeld besetzt, im internationalen Vergleich eine große Kompetenz aufweist und die einen besonders wirkungsvollen Beitrag zu Klimaschutz und Versorgungssicherheit leisten können. Ganz klar im Fokus der Ausschreibung stehen weiterhin Projekte, die innovative Technologien kostengünstiger machen und damit schnell am Markt etabliert werden können.

Die Themenfelder der Vorjahre werden grundsätzlich fortgesetzt, innerhalb der Themenfelder gibt es jedoch Neuerungen, die Ergebnis des Stakeholderprozesses sind.

So wurde - entsprechend den Bedürfnissen der Industrie - das Thema "Energieeffizienz in der Industrie und im Gewerbe" neu ausgerichtet. Ein weiterer neuer Schwerpunkt liegt im Bereich "Smart Grids":
Hierbei geht es vor allem darum den Schutz der Privatsphäre, die Datensicherheit sowie die intelligente Vernetzung der Verbraucher, Erzeuger und Energiespeicher zu gewährleisten.

Die neu konzipierten Themenfelder der Ausschreibung

1. Emerging Technologies 2. Energieeffizienz und Energieeinsparungen 2.1. Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe 2.2. Energieeffiziente Produkte und Systemlösungen 2.3. Brennstoffzelle & Wasserstoff 2.4. Hybridsysteme für Heizung, Kühlung und Lüftung 3. Erneuerbare Energien 3.1. Bioenergie 3.2. Photovoltaik 3.3. Solarthermie 3.4. Tiefe Geothermie 3.5. Wärmepumpe 3.6. Wasserkraft 3.7. Windkraft 4. Intelligente Netze 4.1. Stromnetze 4.2. Thermische Netze 5. Speicher 5.1. Chemische Speicher 5.2. Elektrische/elektromagnetische Speicher 5.3. Mechanische Speicher 5.4. Thermische Speicher 6. F&E Dienstleistung 6.1. Erneuerbare Prozesswärme - Integration von Solarthermie und Wärmepumpen in industrielle Prozesse

Informationstage zum neuen Call:

10.06.2014: Wien, Techgate, ab 13 Uhr (Auftaktveranstaltung) 03.06.2014: Leoben
05.06.2014: Graz
24.06.2014: Innsbruck

Rückfragen & Kontakt:

Klima- und Energiefonds
Mag. Katja Hoyer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 1 5850390-23
katja.hoyer@klimafonds.gv.at
www.klimafonds.gv.at

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