Schittenhelm pocht auf Verbesserungen bei Gesundheitsvorsorge für Frauen

Wien, 28. Mai 2014 (OTS) "Wenn es um die Gesundheitsvorsorge geht, müssen die Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt stehen! Daher muss es unser Kernziel sein, eine flächendeckende und wohnortnahe Versorgung mit Gesundheitsleistungen unabhängig von Alter, Einkommen, Geschlecht, Herkunft und Gesundheitszustand in bestmöglicher Qualität sicherzustellen", so die Bundesleiterin der ÖVP Frauen, Abg.z.NR Bgm. Dorothea Schittenhelm, anlässlich der Budgetdebatte im Parlament vergangene Woche. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf bestehende Probleme in der genderspezifischen Vorsorge, beim Zugang zum Mamma-Screening sowie im Ausbau der Kinderrehabilitation und in der Unterstützung der Kinderhospizzentren. ****

Gleicher Zugang von Männern und Frauen zur Gesundheitsvorsorge

"Bei der Gendermedizin sind wir noch lange nicht am Ziel. Besonders im Gesundheitsbereich muss auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern Rücksicht genommen werden", so Schittenhelm. Daher fordern die ÖVP Frauen eine genderdifferenzierte Datenerhebung als Grundlage für eine genderdifferenzierte Diagnostik und Therapie. Vor allem die Forschung muss sich verstärkt auf diverse Belange von Frauen ausrichten. Derzeit werden 85 Prozent der Studien ausschließlich an Männern vorgenommen. "Wir brauchen die Gewährleistung des gleichen Zugangs von Frauen und Männern zur Gesundheitsversorgung, aber auch zur Gesundheitsvorsorge", so die Bundesleiterin der ÖVP Frauen.

Mamma-Screening: Keine Diskriminierung von älteren oder jüngeren Frauen

Auf weitere wesentliche Verbesserungen verweist Schittenhelm auch beim neuen Brustkrebs-Vorsorgeprogramm. "Wir begrüßen die Adaptierungen, fordern aber weiterhin die Wiederherstellung der Möglichkeit, vom Arzt des Vertrauens überwiesen zu werden", so die Bundesleiterin. "Des Weiteren wollen wir, dass jede Frau, gleich welchen Alters, die Wahl hat, das Mamma-Screening auf Krankenkasse in Anspruch zu nehmen." Zurzeit sind Frauen unter 40 Jahren nach
wie vor von der Vorsorgeuntersuchung ausgeschlossen, Frauen über 70 Jahren können laut neuen Adaptierungen eine Einladung über Internet bzw. die Hotline anfordern.

Finanzielles Desaster in der Kinder- und Jugendgesundheit

Einer notwendigen Verbesserung bedarf es ebenso im Bereich der Kinder- und Jugendgesundheit. "Ein besonders großer Mangel, und das ist fast fahrlässig, besteht in der Kinderrehabilitation", so Schittenhelm. Bis zu 6.000 Kinder brauchen jährlich eine Rehabilitation nach Unfällen oder Operationen. Dafür werden österreichweit 350 bis 450 Betten benötigt. Derzeit gibt es nur 52 in ganz Österreich. "Hier ist die Rehabilitation für krebskranke Kinder und Jugendliche noch gar nicht berücksichtigt. Daher ist rascher Handlungsbedarf seitens des Bundes, aber auch der Bundesländer gefragt." Ein finanzielles Desaster sieht die Bundesleiterin der ÖVP Frauen bei den bestehenden Kinderhospizzentren, da viele noch ausschließlich durch Spendengelder finanziert werden.

"Ziel muss es sein, eine qualitätsvolle Gesundheitsvorsorge für alle Bereiche nachhaltig sicherzustellen!", so Schittenhelm abschließend.

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