Bundesminister Rupprechter: Mit Kreativität gegen Verschwendung

Beim VIKTUALIA Award 2014 wurden die besten Projekte zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen ausgezeichnet.

Wien (OTS) - "Wir alle müssen mit dem kostbaren Gut "Lebensmittel" bewusster und sorgsamer umgehen. Mit dem VIKTUALIA-Preis zeichnen wir all jene Projekte aus, die durch ihren Einsatz und ihre Kreativität einen wichtigen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung leisten", unterstrich gestern Bundesminister Rupprechter bei der Preisüberreichung in Wien

Jährlich werden österreichweit 157.000 Tonnen Lebensmittel und Speisereste im Wert von über einer Milliarde Euro in den Restmüll geworfen. Mit der Initiative "Lebensmittel sind kostbar!" setzt sich das Ministerium für ein lebenswertes Österreich gegen das Wegwerfen wertvoller Lebensmittel ein. Ziel ist, dass bis Ende 2016 um 20 % weniger Lebensmittelabfälle im Restmüll landen bzw. dass es generell zu einer Verringerung von Lebensmittelabfällen entlang der gesamten Wertschöpfungskette kommt.

"Die Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen, sicheren und leistbaren Lebensmitteln ist mir ein sehr großes Anliegen und einer meiner Beiträge für ein lebenswertes Österreich. Die von mir ausgezeichneten Projekte machen deutlich, dass wir alle gemeinsam etwas gegen die Lebensmittelverschwendung tun können. Bereits mit kleinen Maßnahmen kann Großes bewirkt werden", so der Minister weiter.

VIKTUALIA 2014 - die Siegerprojekte

Insgesamt gab es knapp 100 Einreichungen. Aus diesen nominierte die Jury 24, von denen eines in jeder Kategorie als Siegerprojekt gekürt wurde.

Kategorie Landwirtschaft und Regionale Projekte:
Gesunde Gemeinde - Gemeindebücherei Schwertberg mit dem Projekt "Sozialgartl".
Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie mit wenig Aufwand viel bewirkt werden kann. Lebensmittel werden über die Gemeindebücherei weiter gegeben und somit vor dem Wegwerfen bewahrt.

Kategorie Wirtschaft:
REWE International AG mit dem Projekt "Wunderlinge".
Mit diesem Projekt setzt REWE ein Zeichen, dass Lebensmittel trotz "optischer Mängel" nicht vernichtet werden müssen und ihren gesellschaftlichen Wert haben. Bei Obst und Gemüse sind es 70 Tonnen pro Woche, die früher nie in den Handel gelangt wären.

Kategorie Gastronomie und Großküchen:
Fa. ISS MICH! mit dem Projekt "ISS MICH!".
Hier werden nicht handelstaugliche, aber qualitativ einwandfreie Lebensmittel in Einzelportionen eingekocht und an InteressentInnen wie z.B Unternehmen ohne eigene Kantine ausgeliefert.

Kategorie Schul- und Jugendprojekte:
HLFS St. Florian mit dem Projekt "Küche". Die Schule hat mit Hilfe der SchülerInnen den Speiseplan umstrukturiert und durch eine optimierte Bedarfserhebung sowie Menübestellung erheblich zu einer Verringerung von Lebensmittelabfällen beigetragen.

Kategorie Soziale Initiativen und Projekte:
Caritas der Erzdiözesen Wien mit dem Projekt "LE+O - Lebensmittel und Orientierung".
Mit dem Projekt "LE+O" arbeitet die Caritas Wien gemeinsam mit Pfarren der Erzdiözese Wien an einer Umverteilung von Lebensmittelüberschüssen an bedürftige Menschen. Pro Jahr werden dadurch über 400 Tonnen Lebensmittel weiter gegeben werden.

Kategorie Privates Engagement:
Fanz Metzler mit dem Projekt "MIKIKO".
Mit seinem Projekt "Mit Kindern kochen" konnte Franz Metzler mit Kochkursen in Schulen weit über eintausend SchülerInnen überzeugen, dass mit Lebensmitteln sorgsam umgegangen werden soll.

Nähere Informationen zur Preisverleihung und zur Initiative:
www.lebensmittel-sind-kostbar.at

Rückfragen & Kontakt:

Ministerium für ein lebenswertes Österreich, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6823, 6703

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