WKNÖ-Zwazl strikt gegen EU-Vorstoß für neue Ein-Euro-GmbH

"Einladung zu grenzüberschreitender Scheinselbstständigkeit"

St. Pölten (OTS) - Ein klares "Nein" kommt von Sonja Zwazl, der Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, zu einem Vorstoß der EU für Einpersonen-GmbHs mit einem Stammkapital von nur einem Euro. "Das wäre geradezu eine Einladung zu Missbrauch und zu grenzüberschreitender Scheinselbstständigkeit", so Zwazl. "Ich bin eine glühende Europäerin. Aber dazu gehört auch, Stopp zu sagen, wenn etwas eindeutig zu weit geht."

Die EU wollte mit ihrem entsprechenden Richtlinien-Vorschlag die grenzüberschreitende Gründung von Unternehmen erleichtern. "Leichtere Unternehmensgründungen sind grundsätzlich ein positiver Ansatz. Der vorliegende Vorschlag untergräbt aber die unternehmerische Seriosität als zentrale Voraussetzung bei Unternehmensgründungen", so Zwazl. "Wir wollen Unternehmertum fördern, nicht grenzenloses Abenteurertum."

Überdies sieht Zwazl in dem betreffenden Richtlinien-Vorschlag der EU einen viel zu weit gehenden und ungerechtfertigten Eingriff in nationales Unternehmensrecht. Das sieht auch der Bundesrat so. Der EU-Ausschuss der Länderkammer hat auf Zwazls Initiative daher bereits einstimmig seinen Einspruch ("Subsidiaritätsrüge") bei der EU deponiert.

Rückfragen & Kontakt:

Christian Buchar

Pressebetreuung, Büro der Präsidentin
Wirtschaftskammer Niederösterreich
Landsbergerstraße 1 | 3100 St. Pölten
T 02742 851-14600 | F 02742 851-14199
E christian.buchar@wknoe.at | W http.//wko.at/noe

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HKN0001