WKÖ Moretti fordert zum Tag des Kindes Ausbau von Betreuungsplätzen

Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft: "Flächendeckende, leistbare und qualitativ hochwertige Betreuung nützt Kindern und Eltern"

Wien (OTS/PWK361) - "Anlässlich des Tages des Kindes fordern wir endlich konkrete Maßnahmen, die allen Eltern dabei helfen, Familie zu leben, also Beruf und Kinder unter den berühmten Hut zu bekommen ", so Adelheid Moretti, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW), der Unternehmerinnenvertretung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Wenn wir mehr Familien mit Kindern wollen, liegt es in unserer Verantwortung, diese auch mittels passender Rahmenbedingungen zu unterstützen", zeigt sich Moretti überzeugt. Allen voran müsse die Politik den Familien brauchbare Lösungen bei der Kinderbetreuung bieten. Vor allem was die Betreuungsangebote für die Kleinsten (unter 3-Jährigen) betrifft. "Schließlich sind Kinder unsere Zukunft und daher müssen wir nachhaltig in diese Zukunft investieren" appelliert Moretti.

Öffnungszeiten als Hemmschuh für Vereinbarkeit von Job und Familie

Die Kinderbetreuungsquote für unter 3-Jährige in Österreich liegt aktuell bei 19,7 Prozent. Die Vorgaben der EU für diesen Bereich betragen 33 Prozent, gemäß Barcelona-Zielen, denen sich Österreich zwar verpflichtet hat, ihnen aber immer noch hinterherhinkt. Auch im Ländervergleich liegt Österreich weit unter dem EU-Schnitt. Eindeutiger Handlungsbedarf bei der Betreuung von Kleinkindern bestehe aber nicht nur bei der Betreuungsquote, sondern auch bei den täglichen Öffnungs- und Ferienzeiten. Moretti: "Wir hören immer von der Teilzeit-Falle - aber sogar eine qualifizierte Teilzeitbeschäftigung eines Elternteils mit mehr als 20 Stunden, ist, inklusive Fahrtzeit, unmöglich, wenn die Betreuungseinrichtung um 13 oder 14 Uhr schließt."

Ferienschließzeiten als Balanceakt

Als besonderer Balanceakt erweisen sich für berufstätige Elternteile die Ferien. Regional überschreiten die Ferienzeiten der ganzjährig geführten Krippen teils die Urlaubsansprüche eines oder sogar beider Elternteile. Wie aus einer FiW-Studie des Österreichischen Instituts für Familienforschung hervorgeht, hat österreichweit jede 10. Krippe zumindest 10 Wochen Ferien pro Jahr, ein Viertel der Krippen zumindest fünf Wochen und ein Drittel der Krippen zumindest vier Wochen. Das gehe eindeutig an der Alltags-Realität der österreichischen Familien - mit durchschnittlich fünf Wochen Jahresurlaubs-Anspruch pro Elternteil - vorbei, kritisiert Moretti. Sie appelliert: "Wir fordern daher, die Schließzeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen auf maximal drei Wochen pro Jahr zu reduzieren und die Öffnungszeiten auf mindestens 50 Stunden pro Woche ausweiten damit diesem Betreuungsengpass entgegengewirkt wird." (ES)

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