Coface Risikobewertung: 14 Branchen in drei wichtigen Regionen

Westeuropa: Trotz erster Anzeichen einer Stabilisierung ist das Risiko in einigen Sektoren weiter hoch

Wien (OTS) - Während die Rezession in Westeuropa dem Ende nahe scheint, konnten noch keine bedeutenden Verbesserungen der Branchenrisiken bemerkt werden. Im ersten Quartal 2014 blieben die Risiken besonders in der Metall-, Automobil- und Baubranche hoch. Die Metallindustrie, in der Umsätze und Profitabilität weiter zurückgehen, hängt stark von der Automobil- und der Baubranche ab. Trotz steigender Absatzzahlen in den letzten sechs Monaten, beobachtet Coface den Automobilsektor weiter aufmerksam.

Das Bauwesen sieht Coface derzeit mit dem Risiko "hoch". Die Branche erlebte in Europa einen Rückgang an Aufträgen (-10 Prozent im Vergleich zu Jänner 2013) und bei gleichzeitig sinkenden Preisen. Abgesehen von Deutschland und Dänemark, wo es eine leichte Erholung gibt, leidet die Branche sehr unter dem Rückgang der Bauanträge in Südeuropa, Frankreich und Großbritannien.

Nordamerika: günstiger Ausblick

Die nordamerikanische Wirtschaft entwickelt sich weiter gut. Die Unternehmen weisen anhaltend verbesserte Ergebnisse aus. Die Finanzlage stabilisiert sich sukzessive und damit auch die Branchenbewertungen. Die meisten Branchen verzeichnen ein "mittleres Risiko".

Dies betrifft den Maschinenbau und den Automobilsektor. Der Maschinenbau profitiert von der steigenden Investitionsbereitschaft und kann seine Rentabilität steigern. Automobil ist finanziell solide aufgestellt. Ebenfalls stabil sind die Risiken in der Textil- und Bekleidungsbranche. Insgesamt werden im laufenden Jahr 6.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und über vier Milliarden Dollar investiert.

Asiatische Schwellenländer: Metallindustrie als "sehr hohes" Risiko eingestuft

Anders als in Westeuropa und Nordamerika, wo sich das Risiko allmählich stabilisiert, geben jetzt die asiatischen Schwellenländer Anlass zu Sorge. Die verlangsamte Wirtschaftsdynamik Chinas weist auf strukturelle Schwierigkeiten hin, die die Rentabilität der Unternehmen beeinträchtigen. Besonders Branchen mit Überkapazitäten stehen vor großen Restrukturierungsherausforderungen.

Dies gilt insbesondere für die Metallindustrie, in der die Umstrukturierung der Unternehmen vom permanenten Anstieg der Risiken begleitet wird. Wie eine aktuelle Coface-Studie zeigt, beklagten im vergangenen Jahr 80 Prozent der Unternehmen in China Zahlungsverzögerungen. Dies in einem Land, das fast die Hälfte (49 Prozent) der weltweiten Stahlmenge produziert. Aus diesem Grund hat Coface die Metallindustrie der asiatischen Schwellenländer herabstuft. Sie ist die einzige Branche der Region in der Risikokategorie "sehr hoch".

About Coface

The Coface Group, a worldwide leader in credit insurance, offers companies around the globe solutions to protect them against the risk of financial default of their clients, both on the domestic market and for export. In 2013, the Group, supported by its 4,440 staff, posted a consolidated turnover of Euro1.440 billion. Present directly or indirectly in 97 countries, it secures transactions of over 37,000 companies in more than 200 countries. Each quarter, Coface publishes its assessments of country risk for 160 countries, based on its unique knowledge of companies' payment behaviour and on the expertise of its 350 underwriters located close to clients and their debtors.

In France, Coface manages export public guarantees on behalf of the French state. Coface is a subsidiary of Natixis, corporate, investment management and specialized financial services arm of Groupe BPCE.

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