- 27.05.2014, 16:10:24
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Sebastian Kurz: Verletzung der Religionsfreiheit in Schule sei "Lächerlich". Rücktritt überfällig!
Wien (OTS) - "Bereits im zarten Alter von 28 Jahren und nach weniger
als einem Jahr im Ministeramt hat Sebastian Kurz es geschafft, in
Sachen Überheblichkeit und Respektlosigkeit dem Bürger gegenüber
langjährige Landeskaiser in den Schatten zu stellen" so die erste
Reaktion der "Initiative Religion ist Privatsache" auf herablassende
Äußerungen Sebastian Kurz' zum Rechtsstreit um den Religionszwang in
einer Niederösterreichischen Schule. In einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit den Religionsvertretern Österreichs bezeichnete
BM Kurz am Dienstag die Beschwerde konfessionsfreier Eltern gegen die
Diskriminierung ihres Kindes als "lächerlich".
"Sebastian Kurz hat bereits als Integrationsstaatssekretär keine
Gelegenheit ausgelassen, die Interessen der gesetzlich anerkannten
Religionsgemeinschaften einseitig zu vertreten. Seine heutige
Vorgehensweise stellt aber einen neuen Tiefpunkt dar" meint
Initiative-Sprecher Eytan Reif. "Als wäre es nicht genug, dass Kurz
sein eigenes Ministerium zu einer religiösen PR-Plattform hat
verkommen lassen, entblödet er sich nicht, den couragierten Kampf
diskriminierter Eltern für Ihr Recht ins Lächerliche zu ziehen"
zeigte sich Reif empört und wies auf das laufende Gerichtsverfahren
in dieser Sache hin, "das für Kurz jedoch offensichtlich
bedeutungslose sei, wenn er mit Kardinal Schönborn ein Podium teilt".
Für Reif sei spätestens seit diesem Vorfall der Rücktritt Kurz'
"überfällig" da "diese beschämende Klientelpolitik auf Ministerebene
in Österreich nicht zur Regel werden darf".
An der Veranstaltung selbst, die als "Erstes Treffen der
interreligiösen Dialogplattform im BMEIA" tituliert wurde, übte die
Initiative ebenfalls scharfe Kritik, da diese "in Wahrheit ein
demokratiepolitisch nicht legitimer Lobbyistentreff zwischen
Religionsvertretern und ÖVP-Funktionären in den Räumlichkeiten des
Ministeriums darstelle".
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