Soziale Dienste: Kaputtsparen kann und darf nicht die Lösung sein

Veranstaltung in Linz zeigt erhöhten Bedarf und die Notwendigkeit für nachhaltige Lösungen

Wien (OTS) - "Die Nachfrage nach sozialen Dienstleistungen ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Wer in diesem Bereich spart, nimmt wissentlich in Kauf, dass Menschen auf der Strecke bleiben." Dieses Fazit zieht Wolfgang Gruber, Vorstandsvorsitzender der SOZIALWIRTSCHAFT ÖSTERREICH, aus der Informations- und Diskussionsveranstaltung "Soziale Dienste sichern!" am 26. Mai 2014 in Linz.

Nahezu 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung durch die SOZIALWIRTSCHAFT ÖSTERREICH und die Gewerkschaft GPA-djp Oberösterreich gefolgt und diskutierten mit einem hochkarätigen Podium von ArbeitgeberInnen-, ArbeitnehmerInnen- und FördergeberInnenseite die brennenden Fragen rund um die Finanzierung sozialer Dienstleistungen. Soziallandesrätin Gertraud Jahn etwa wies darauf hin, wie wichtig es sei, Politik und Gesellschaft darüber aufzuklären, dass schon jetzt der Bedarf nach sozialen Diensten nicht mehr gedeckt werden kann. Aufgrund der Alterung der Bevölkerung etwa sei die Nachfrage nach mobilen Diensten stark gestiegen, und allein in Oberösterreich warten mehrere tausend Menschen mit Behinderung auf einen geschützten Arbeitsplatz und adäquate Wohnmöglichkeiten.

"Es ist Zeit, die Augen aufzumachen und sich zu fragen, wofür eigentlich Geld da ist und wofür nicht", ergänzte Wolfgang Gruber:
"Bei allem Verständnis für Budgetknappheit und Sparpolitik:
Hyporettung, Eurofighter etc. verschlingen Milliarden, und für die Schwächsten in unserer Gesellschaft - und dazu kann jeder und jede von uns einmal gehören - ist dann kein Geld mehr da?" Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer warfen in diesem Zusammenhang auch die grundsätzliche Frage der Verteilungsgerechtigkeit auf und forderten eine Millionärssteuer und eine faire Umverteilung der gesellschaftlichen Ressourcen.

Gerade Investitionen in den Sozialbereich rechnen sich - nicht nur für jene Menschen, denen sie direkt zugute kommen, sondern auch beschäftigungspolitisch: Jeder investierte Euro schafft Arbeitsplätze und landet am Ende in der Realwirtschaft - und das auch in strukturschwächeren Regionen.

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