- 27.05.2014, 11:01:47
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Weltnichtrauchertag: generelles Rauchverbot für bessere Arbeitsbedingungen in der Gastronomie umsetzen!
Gewerkschaft vida: Gesundheitsschutz der Beschäftigten muss an erster Stelle stehen!
Utl.: Gewerkschaft vida: Gesundheitsschutz der Beschäftigten muss an
erster Stelle stehen! =
Wien (OTS/ÖGB) - Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai
erneuert die Gewerkschaft vida die Forderung nach einem generellen
Rauchverbot in der Gastronomie. "Die Gesundheit der Beschäftigten
wird in der Diskussion um Rauchen oder Nichtrauchen in Lokalen viel
zu wenig berücksichtigt", sagt vida-Vorsitzender Gottfried Winkler.
"Wenn wir länger gesund im Job bleiben wollen, muss das oberste Gebot
lauten, auch für gesunde Arbeitsplätze zu sorgen. An einem generellen
Rauchverbot führt daher kein Weg vorbei", so Winkler. ++++
Für die Gewerkschaft vida steht der Gesundheitsschutz der
Beschäftigten an erster Stelle, betont Winkler: "Wir brauchen eine
klare Entscheidung, denn sämtliche Überprüfungen zeigen, dass die
Arbeitgeber die bestehende Kompromisslösung nicht ordnungsgemäß
umsetzen können oder wollen und der Gesundheitsschutz der
Beschäftigten viel zu kurz kommt. Bei allem Verständnis für
wirtschaftliche Aspekte und Investitionen, die die heimischen
Gastronomen getätigt haben, es gibt unzählige Beispiele in ganz
Europa, dass ein generelles Rauchverbot funktioniert. Österreich ist
mittlerweile unrühmliches Schlusslicht beim Nichtraucherschutz."
Aber nicht nur beim Schutz vor Passivrauch wird nicht auf die
Gesundheit der Beschäftigten Rücksicht genommen - völlig
unverständlich ist für den vida-Vorsitzenden auch, dass die
Arbeitgeber bei den heurigen Kollektivvertragsverhandlungen für das
Hotel- und Gastgewerbe, die Ende April vorerst gescheitert sind, die
Arbeitsbedingungen massiv verschlechtern wollten: "Eine gesetzliche
Verkürzung der Nachtruhe von elf auf acht Stunden zur Voraussetzung
für eine Einkommenserhöhung zu machen, ist völlig inakzeptabel! Das
ist das Gegenteil von Gesundheitsförderung. Ich fordere die
Arbeitgeber noch einmal auf, im Sinne der Beschäftigten diese
unerfüllbaren Bedingungen zurückzunehmen und an den Verhandlungstisch
zurückzukehren."
Im Jahresdurchschnitt sind im österreichischen Hotel- und Gastgewerbe
rund 200.000 Menschen beschäftigt, dazu kommen rund 50.000
geringfügig Beschäftigte und rund 10.000 Lehrlinge. Es geht also um
gesunde Arbeitsbedingungen für eine ganze Branche, so Winkler: "Das
Hotel- und Gastgewerbe ist ohnehin eine Branche mit übermäßig hohen
Belastungen - unregelmäßige Arbeitszeiten, körperlich schwere Arbeit,
Zeitdruck, Stress. Wenn wir Qualitätstourismus wollen und die
Menschen auch im Tourismus länger gesund im Job bleiben sollen,
müssen wir auch für gesunde Arbeitsbedingungen sorgen!", betont
Winkler abschließend.
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