Greenpeace-Aktion: Abfahrt einer Gazprom-Ölplattform verhindert

AktivistInnen, darunter 70 jähriger Österreicher, fordern Ende der Ölbohrungen in der Arktis

Wien (OTS) - 30 Greenpeace-AktivistInnen, darunter der 70 jährige Österreicher Fuat Kent, haben heute Nacht im niederländischen Hafen von Ijmuiden die Abfahrt einer Ölplattform verhindert. Damit durchkreuzten sie den Plan von Gazprom die GSP Saturn in die russische Arktis zu verfrachten, wo sie mit der Plattform Ölbohrungen durchführen wollen. "Ölbohrungen in diesem sensiblen Ökosystem sind extrem riskant. Ich habe fünf Kinder und ich möchte ihnen nicht eines Tages erklären müssen, dass ich für unseren Planeten nichts gemacht habe", erklärt Kent seinen Einsatz als Greenpeace-Taucher.

Bei dieser Aktion befestigten mehrere Greenpeace-Taucher Ketten an die Standbeine der Plattform GSP Saturn und verhinderten so die Abfahrt in die Petschorasee. Der Niederösterreicher Kent setzt sich seit 32 Jahren für den Umweltschutz ein. Bereits vor acht Jahren hat er an einem Forschungsprojekt im Polarmeer teilgenommen. Auch aus diesem Grund ist ihm die Arktis ein besonderes Anliegen. "Die Arktis ist der Kühlschrank der Erde und muss dringend geschützt werden", so Kent.

Die GSP Saturn wäre nach der Prirazlomnaya Bohrinsel bereits die zweite Plattform, mit der Gazprom riskante Ölbohrungen in der Petschorasee durchführen möchte. Die GSP Saturn verweilte bislang noch kein einziges Mal in einer Gegend mit derart extremen Wetterbedingungen wie sie in der Arktis vorherrschen. Arktische Stürme und Temperaturen von bis zu minus 50 Grad verhindern sichere Ölbohrungen in der sensiblen Region rund um den Nordpol. "Ein Ölunfall wäre nur eine Frage der Zeit und hätte katastrophale Folgen. Es gibt keine sicheren Methoden um Öl aus eisbedeckten Gewässern zu entfernen", so Lukas Meus, Arktis-Sprecher von Greenpeace: "Wir dürfen nicht zulassen, dass Gazprom die Arktis einem so hohen Risiko aussetzt."

Die Aktion im Hafen von Ijmuiden ist Teil einer internationalen Kampagne zum Schutz der Arktis, mit der Greenpeace ein Schutzgebiet rund um den Nordpol fordert, wo Ölbohrungen verboten wären. Bereits mehr als fünf Millionen Menschen haben sich dieser Forderung angeschlossen und eine Petition zum Schutz der Arktis (www.schuetztdiearktis.at) unterschrieben. "Der Österreicher Fuat Kent ist einer von Millionen Menschen weltweit, denen die Arktis ein großes Anliegen ist. Gemeinsam können wir die Arktis schützen", so Meus abschließend.

Bild- und Videomaterial der Aktion finden Sie laufend aktualisiert unter
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Die Bilder stehen zur einmaligen Veröffentlichung kostenlos zur Verfügung, dürfen weder archiviert, noch an Dritte weitergegeben werden. Ein Fotocredit muss platziert werden.

Rückfragen & Kontakt:

Lukas Meus, Arktis-Sprecher Greenpeace CEE, Tel.: +43 (0)664 81 69 713
Christine Gebeneter, Pressesprecherin Greenpeace CEE, Tel.: +43 (0)664 85 74 598

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