Von der Hochwasserhilfe bis zum Oscar

ORF blickt in seinem Tätigkeitsbericht auf erfolgreiches Jahr 2013 zurück

Wien (PK) - 2013 war laut ORF ein sehr herausforderndes, aber auch ein in wirtschaftlicher und inhaltlicher Hinsicht sehr gutes Jahr für das Unternehmen. Der nun von Minister Josef Ostermayer vorgelegte Jahresbericht (III-70 d.B.) verweist vor allem auf die hohen Marktanteile bei TV und Hörfunk, auf das umfangreiche Informationsangebot sowie auf die auch durch internationale Preise gewürdigte Qualität der Filmproduktionen und kommt zu dem Schluss, mit seiner Fernsehflotte, den Radios und den Onlineangeboten sei der ORF einer der erfolgreichsten öffentlich-rechtlichen Sender in Europa.

Qualität bei Information, humanitäres Engagement, hohe Auszeichnungen für Filmproduktionen

Im Jahr der politischen Entscheidungen haben die ORF-Informationsabteilungen über die Nationalratswahl mit Innovation und Qualität informiert, unterstreicht der Bericht. Als ein Jahrhunderthochwasser Existenzen bedrohte, startete der ORF gemeinsam mit den Partnerorganisationen die "ORF-Hochwasserhilfe - Sofort". "Nachbar in Not" war in Syrien und auf den Philippinen zur Stelle, mit "Licht ins Dunkel" stellte der ORF einmal mehr sein großes humanitäres Engagement unter Beweis, heißt es weiter. Wichtige Akzente setzte der Sender auch mit dem Schwerpunkt zu "75 Jahre Anschluss" und der Neuauflage von "Österreich II". Zu den ORF-Highlights im Sport zählt der Bericht neben Formel 1 und Fußball die Übertragungen der Ski-WM in Schladming.

Im Bereich Kultur wiederum habe der ORF seine Formate - mit Ö 1, ORF 2 und ORF III - so reichhaltig füllen können wie noch nie. Mit dem Oscar für den vom ORF kofinanzierten Haneke-Film "Amour" und einem Emmy für den ORF-Fernsehfilm "Das Wunder von Kärnten" sei der ORF das einzige Unternehmen gewesen, das im gleichen Jahr mit diesen zwei Weltpreisen ausgezeichnet wurde. Schließlich habe der ORF 2013 auch neue Potenziale heben können. Mit den Apps zur Ski-WM, zum Ski-Weltcup und zur Nationalratswahl habe man "Second Screen"-Angebote geschaffen, die vom Publikum gut angenommen worden seien und zeigten, dass der ORF auch die Anforderungen des neuen Medienzeitalters erfüllt, betont der Bericht weiters.

ORF-TV erreicht täglich 48,5 % des heimischen Fernsehpublikums

Die ORF-Tagesreichweite im TV lag 2013 im Schnitt bei 3,497 Mio. ZuseherInnen, womit der ORF rund 48,5 % des österreichischen Fernsehpublikums erreichte. ORF eins erzielte eine Reichweite von 2,019 Mio. ZuseherInnen bzw. 12,4 %, ORF 2 konnte 2,738 Mio. ZuseherInnen bzw. 21,5 % auf sich vereinen. Insgesamt erreichten ORF eins und ORF 2 zusammen 2013 einen Marktanteil von 33,9 %, der sich in der Programmzone zwischen 17.00 Uhr und 23.00 Uhr auf 39,1 % erhöhte. Als höchst erfolgreich stuft der Bericht auch das zweite komplette Sendejahr der beiden Spartensender ORF III und ORF SPORT + ein, die 2013 auf eine durchschnittliche Tagesreichweite von 421.000 bzw. 158.000 SeherInnen kamen.

Ö3 nach wie vor beliebtester Radiosender Österreichs

Zufrieden zeigt sich der Bericht auch mit der Entwicklung des Marktanteils beim Hörfunk. 2013 wurden in Österreich täglich mehr als drei Stunden Radio gehört, knapp drei Viertel (74 %) dieser Nutzungszeit entfielen dabei auf den ORF. Das vielfältige ORF-Radioangebot wurde täglich von mehr als 5,1 Mio. Menschen eingeschaltet, die Tagesreichweite lag damit bei 67,7 %. Ö3 blieb mit mehr als 2,75 Millionen HörerInnen der beliebteste Radiosender Österreichs. Das Kultur- und Informationsangebot von Österreich 1 fand mit über 575.000 HörerInnen vermehrt Zuspruch. FM4 verzeichnete Reichweiten-Zuwächse in allen Altersgruppen und vergrößerte damit seine Hörerschaft. Die ORF-Regionalradios wiederum kamen auf einen Marktanteil von 35 %.

Große Reichweite von ORF.at und ORF-Teletext

Im Online-Bereich sieht der Bericht die klare Führungsposition von ORF.at als stärkstes österreichisches Dachangebot bestätigt. Im zweiten Quartal 2013 griffen pro Monat 2,838 Millionen Personen auf das ORF.at-Network zu, was insgesamt 47,9 % der österreichischen Internet-NutzerInnen ab 14 Jahren bzw. 39,3 % der Gesamtbevölkerung 14+ entspricht. Die ORF-TVthek generierte im abgelaufenen Jahr als größte Videoplattform des Landes pro Monat im Schnitt 14,6 Millionen Videoabrufe (live und on demand) und verzeichnete damit eine Steigerung im Vergleich zu 2012 von 2,6 Millionen. Abrufen. Der ORF-Teletext wiederum war einmal mehr auch 2013 das mit Abstand reichweitenstärkste Teletext-Angebot Österreichs. Pro Woche informierten sich über diese Schiene 1,959 Millionen Personen zumindest einmal, das entspricht 27,2 % der österreichischen TV-Bevölkerung 12+.

ORF bilanzierte zum vierten Mal in Folge positiv

Im Jahr 2013 erzielte der ORF einen Jahresüberschuss in der Höhe von 6,6 Mio. €, durch die Beiträge der ORF-Tochtergesellschaften konnte im Konzern ein Jahresüberschuss von 15,5 Mio. € erreicht werden. Damit bilanzierte der ORF zum vierten Mal in Folge positiv. Der Gesamtumsatz der ORF-Mutter belief sich 2013 auf 959,3 Mio. € (2012:
933,2 Mio. €), wobei 615 Mio. € auf die Gebühren entfielen (plus 20 Mio. € gegenüber 2012), 208 Mio. € aus Werbeerlösen lukriert wurden (minus 2 Mio. € gegenüber 2012) und 136 Mio. € an sonstigen Umsatzerlösen erwirtschaftet wurden (plus 9 Mio. € gegenüber 2012). Die Mitarbeiterzahl inklusive Leiharbeitskräfte konnte seit 2007 von 4.023 Vollzeitäquivalenten (VZÄ) auf 3.398 VZÄ reduziert werden. Im selben Zeitraum sank der Personalaufwand um 27,5 Mio. €. (Schluss) hof

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