AUA-Betriebsversammlung: Betriebsrat und Gewerkschaft wollen weiterverhandeln

KV-Vorschlag der AUA-Geschäftsführung abgelehnt - Betriebsversammlung einstimmig für Vorbereitung von Maßnahmen - Arbeitskampf nicht ausgeschlossen

Wien (OTS/ÖGB) - "Wir wollen weiterverhandeln", betont Karl Minhard, Vorsitzender des Betriebsrats Bord der AUA, im Anschluss an die Betriebsversammlung des fliegenden Personals. Thema der Versammlung mit knapp 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren die aktuellen Vorschläge des AUA-Managements zu den laufenden Verhandlungen über einen Konzernkollektivvertrag. "Das KV-Angebot der Geschäftsführung beinhaltet aber zahlreiche Verschlechterungen. Die Belegschaft hat den Vorschlag des AUA-Vorstands nicht als Friedensangebot betrachtet und es einstimmig abgelehnt. Das Angebot untergräbt die Berufsbilder der Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter sowie der Pilotinnen und Piloten massiv", sagt Minhard.

Als Beispiel nannte Minhard, dass der KV-Vorschlag des Vorstands in seiner Gesamtheit für die Belegschaft gravierende Verschlechterungen vorsehe. Laut Schätzungen des Betriebsrats könnte es für FlugbegleiterInnen und Piloten und Pilotinnen zu Verlusten im Ausmaß von 1,5 Jahresgehältern innerhalb von 4,5 Jahren kommen. Der Vorschlag der AUA-Geschäftsführung werde von Betriebsrat und Belegschaft somit als "Torpedierung" der laufenden Verhandlungen und als "Verhöhnung der MitarbeiterInnen" betrachtet. "Der Vorschlag war für die Verhandlungen kontraproduktiv und nicht konstruktiv", kritisierte der Betriebsratsvorsitzende.

Dennoch sei man zur Fortführung der KV-Verhandlungen im Team, bestehend aus Betriebsrat, Gewerkschaft, AUA-Geschäftsführung und der Wirtschaftskammer, bereit. Jedoch werde man Änderungen verlangen und Forderungen einbringen, so Minhard: "Das ist der erklärte Wille der Belegschaft." Gleichzeitig habe die Belegschaft den Betriebsrat in der heutigen Versammlung einstimmig dazu ermächtigt, umgehend mit der Gewerkschaft vida Maßnahmen vorzubereiten. Auch ein Arbeitskampf sei nicht ausgeschlossen, sagt der Betriebsratschef.

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