Wien: Übergabe der Neulerchenfeldkirche mit Kardinal und Bischof

Zur Übergabe des Gotteshauses in Ottakring an die serbisch-orthodoxe Eparchie Österreich-Schweiz am 27. Mai wird auch der am Freitag in Belgrad gewählte neue Bischof für Wien, Andrej Cilerdzic, erwartet

Wien, 24.05.14 (KAP) Zur Übergaben der Neulerchenfelder Kirche in Wien-Ottakring an die serbisch-orthodoxe Eparchie Österreich-Schweiz am kommenden Dienstag, 27. Mai, wird auch der am Freitag in Belgrad für den 2011 neu geschaffenen Bischofssitz Wien gewählte Bischof Andrej (Cilerdzic) erwartet. Das teilte die Stiftung "Pro Oriente" am Samstag mit.

Kardinal Christoph Schönborn übergibt demnach das Gotteshaus im Rahmen einer liturgischen Feier der serbischen Gemeinde. Mit Andrej Cilerdzic hat die serbisch-orthodoxe Eparchie Österreich-Schweiz erstmals einen in Wien residierenden Bischof. Der 52-Jährige war bisher Weihbischof des Belgrader Patriarchen.

Mit der Übergabe der Pfarrkirche Neulerchenfeld erhält die serbisch-orthodoxe Kirche ein viertes Gotteshaus in Wien - neben St. Sava (1030 Wien, Veithgasse), Verklärung der Allheiligen Gottesgebärerin (1170 Wien, Steinergasse), Auferstehung Christi (1020 Wien, Engerthstraße).

Die Kirche Neulerchenfeld - ursprünglich ein schlichtes barockes Gotteshaus - wurde 1753 fertiggestellt. Am 15. Jänner 1945 wurde die Kirche durch einen alliierten Bombenangriff bis auf die Fassade mit den Zwillingstürmen nahezu vollständig zerstört. Nur der Tabernakel und die Statue der Schmerzhaften Muttergottes blieben erhalten. Der heutige schmucklose Saalbau wurde 1957 geweiht.

In den 1930er-Jahren war in geringer Entfernung zur Kirche Neulerchenfeld die Filialkirche Maria Namen errichtet worden. Damals lebten in der Pfarre 43.000 Katholiken, wesentlich mehr als heute im ganzen 16. Bezirk. 1939 wurde Maria Namen zur eigenen Pfarre erhoben, um Gotteshaus und Priester dem Zugriff des NS-Regimes zu entziehen.

Auf Grund der soziologischen Veränderungen im 16. Bezirk wurde ab 2010 die Wiedervereinigung der beiden eng benachbarten katholischen Pfarrgemeinden angegangen, wobei zugleich die Übergabe der Kirche Neulerchenfeld an die serbisch-orthodoxe Kirche ins Auge gefasst wurde. Der als Moderator in Neulerchenfeld tätige Geistliche legte dagegen Rekurse an den Vatikan ein, die abschlägig beschieden wurden.

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