IGB-Weltkongress: Für würdige Arbeit, gegen Sklaverei

Präsident und Generalsekretärin gewählt

Wien (OTS/ÖGB) - Am 23. Mai ging der 3. IGB-Weltkongress in Berlin mit der Verabschiedung eines Programms und der Wahl von Präsident und Generalsekretärin zu Ende. Der brasilianische Gewerkschafter Jo o Antonio Felicio wurde zum Präsidenten gewählt, Sharan Burrow wieder zur Generalsekretärin. Der IGB zählt 170 Millionen Mitglieder weltweit.

Zum Abschluss des Weltkongresses haben sich die Gewerkschaften verpflichtet, in den nächsten vier Jahren über 27 Millionen neue Mitglieder zu organisieren, moderne Sklaverei zu beenden, angefangen mit Katar, sich für einen Mindestlohn stark zu machen, von dem die Beschäftigten in Würde leben können, und den Teufelskreis der Hungerlöhne in den Lieferketten globaler Konzerne zu beenden. Auch Umweltschutz war ein großes Thema, beim Klimagipfel in Paris werden die Gewerkschaften ein ehrgeiziges Klimaschutzabkommen fordern. Die vom IGB-Weltkongress verabschiedete Erklärung geht mit drei Aktionsrahmen einher - Gewerkschaftswachstum, Förderung der Rechte und nachhaltige Arbeitsplätze - die das Arbeitsprogramm des IGB für die kommenden vier Jahre bestimmen.

"Die arbeitenden Menschen in aller Welt haben uns vor diesem Kongress eine Agenda mitgegeben. Sie wollten sichere Arbeitsplätze und einen menschenwürdigen Mindestlohn. Sie wollten die Macht der Konzerne eindämmen. Sie wollten ein Mitspracherecht", sagte Sharan Burrow zum Abschluss. "Wir werden dafür sorgen, dass die Regierungen den Mut aufbringen, für die arbeitenden Menschen einzutreten. Wir wollen, dass starke ArbeitnehmerInnen menschenwürdige Löhne, Sozialschutz und alles, wofür wir stehen, genießen können." Der IGB wolle in den nächsten vier Jahren 27 Millionen neue Mitglieder gewinnen. Wir werden dafür sorgen, dass das Arbeitnehmerkapital dazu dient, unsere Agenda voranzubringen und nicht die der Großkonzerne und Finanzriesen. Und wir werden nie wegsehen, wenn die Arbeitnehmerrechte angegriffen werden", so die wieder gewählte IGB-Generalsekretärin Sharan Burrow.

Präsident Jo o Felicio nahm im Namen der brasilianischen IGB-Mitgliedsorganisationen und als Zeichen der Solidarität mit den vielen Gastarbeitern, die in Katar ausgebeutet werden, ein von den Kongressdelegierten unterschriebenes Spruchband entgegen. Damit wird die FIFA aufgefordert, neu über den Austragungsort der Fußball-WM 2022 abstimmen zu lassen.

Der nächste IGB-Weltkongress findet 2018 statt.

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Link zum offiziellen Kongressvideo von den Plenarsitzungen und den Reden der
Delegationsleiter/innen: http://congress2014.ituc-csi.org/multimedia

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