AK zu EU-Plänen: Hände weg von der Wohnpolitik!

Wien (OTS) - "Als Anschlag auf die Mieten und den Mieterschutz" kritisiert die AK die Pläne der EU-Kommission, den Mietwohnungsmarkt zu deregulieren. "Was wir brauchen, sind gerechte Mieten, weiterhin mehr geförderter Wohnbau sowie einen verlässlichen Mieterschutz", sagt AK Präsident Rudi Kaske. "Dass durch weniger Mieterschutz und frei vereinbarte Hauptmietzinse bei privaten Mietwohnungen das Mieten relativ zum Eigentum attraktiver würde, kann ich nur ins Reich der Märchen verweisen", so Kaske. "Vielmehr brauchen wir eine Senkung der Wohnkosten und mehr sozialen Wohnbau, damit Wohnen für die Menschen wieder leistbar wird."

Die neue Studie aus dem Generaldirektorat Wirtschaft und Finanzen der Europäischen Kommission greift inhaltlich viel zu kurz. Anstatt einen integrierten Blick auf die Wohnversorgung in den einzelnen Mitgliedsstaaten der EU zu werfen, wird lediglich das private Mietwohnungssegment analysiert.

Die österreichische Wohnpolitik fußt seit Jahrzehnten auf der Kombination zwischen öffentlicher Wohnbauförderung, gemeinnützigen und kommunalen Bauträgern sowie prinzipiell mietengeregelten älteren Beständen im privaten Segment. Die Qualität des österreichischen Wohnungsbestands ist deshalb im europäischen Vergleich hervorragend. Zudem gab es aufgrund der erfolgreichen österreichischen Wohnpolitik hierzulande keine Immobilienkrise mit verheerenden Folgen auf Arbeitsmarkt, Wirtschaftsleistung und Staatsfinanzen wie in Großbritannien, Irland und Spanien. Kaske: "Auf Basis verkürzter Analysen die sozialstaatliche Wohnpolitik schlechtzureden, ist mehr als kontraproduktiv. Deshalb unterstütze ich auch die Städte-Initiative von Bürgermeister Häupl, die auf eine autonome Regelungskompetenz der EU-Mitgliedstaaten in wohnpolitischen Fragen pocht."

SERVICE: Mehr zum Thema Wohnen unter www.wohnenmussbilligerwerden.at

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