Dringliche - Stronach/Ertlschweiger: Heer wird kaputt gespart

Katastropheneinsätze nur mehr eingeschränkt möglich

Wien (OTS) - "Immer wenn in der Vergangenheit gespart werden musste, hat der jeweilige Verteidigungsminister stets als Erster "Hier" geschrien", kritisierte Team Stronach Mandatar Rouven Ertlschweiger in seiner Rede zur dringlichen Anfrage betreffend mangelnde Einsatzbereitschaft des Bundesheeres auf Grund von Einsparungen. Es sei also keine Wunder, dass unser Bundesheer heute so desolat ist. Es ist das Resultat eines jahrelangen Prozesses. Das Heer wurde schlicht und einfach kaputtgespart und kontinuierlich ausgehungert.

"Hätten wir heuer ein Hochwasser im Land wie im Jahr 2002, wo in Summe 12.000 Soldaten im Katastropheneinsatz waren, brächten wir die Anzahl von 12.000 Soldaten aus dem Stand gar nicht mehr auf, noch könnten wir unsere Soldaten in die jeweilige Einsatzräume transportieren", machte Ertlschweiger aufmerksam. Weiters wies er darauf hin, dass Kraftfahrzeuge, deren Reparatur 2.000 Euro und Lastkraftwagen, deren Reparatur 3.000 Euro überschreiten, einfach stillgelegt oder gleich ausgeschieden werden. Auch werde der Treibstoff der Fahrzeuge und Flugzeuge kontinuierlich reduziert, weshalb geplante Übungen abgesagt werden müssen. Abgesehen von der Aushungerung unseres Bundesheeres durch die Politik laufe aber auch im Ressort selbst sehr viel schief, so Ertlschweiger. "Viele Versprechen von Bundesminister Klug sind bis dato nicht umgesetzt worden. Was ist denn mit der Attraktivierung des Wehrdienstes, der Auslandseinsätze oder des Katastrophenschutzes? Wo sind die Leistungssportler, die mit den Rekruten Sport treiben? Auf den Plakaten. Aber wirklich nur dort", stellte Ertlschweiger fest.

Kritik übte Ertlschweiger auch hinsichtlich des Bürokratieaufwands bei "Entsendungen von Soldaten in das Ausland". Jemand, der im Bundesheer dienstlich etwa einige Tage nach Deutschland entsendet wird, muss mehrere medizinische Untersuchungen über sich ergehen lassen wie zum Beispiel: Blutdruck, Ruhe-EKG, allgemeiner Ernährungszustand, fachärztliche Begutachtung im Anlassfall. Auch die Komplettierung des Impfprogrammes für das Zielland ist verpflichtend. "Was erst muss ein Soldat machen, der nach Ungarn, Schweden, oder Spanien entsendet wird? Das ist bürokratischer Wahnsinn! Es drängt sich die Frage auf, ob wir überhaupt ein gut ausgestattetes, professionelles und effizient geführtes Bundesheer mit motivierten Mitarbeitern und Soldaten wollen oder nicht", fragte Ertlschweiger.

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