Nationalrat - Bacher: Stärkere EU-Zusammenarbeit im Kampf gegen Produktpiraterie

Produktfälschungen gefährden hohe Qualitätsstandards, Arbeitsplätze und Sicherheit der KonsumentInnen

Wien (OTS/SK) - Es sei notwendig, gemeinsam in Europa gegen die Produktpiraterie vorzugehen und somit den Handel mit gefälschten Waren sowie geistigem Eigentum zu verhindern, betonte SPÖ-Abgeordneter Walter Bacher am Dienstag im Nationalrat. "Wir leben in einem Land, in dem auf Qualität von Waren und Qualität von Arbeit viel Wert gelegt wird. Diese Qualität ist somit auch eine Sicherung unserer Arbeitsplätze", so Bacher. ****

Damit Österreich eine wettbewerbsstarke Wirtschaft beibehalten könne, müsse vor allem kreative Arbeit geschützt werden. "Europaweit arbeiten 76 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Unternehmen, welche auf den Schutz des geistigen Eigentums angewiesen sind", erklärt Bacher. Die Existenz dieser Menschen werde direkt oder indirekt durch Produktpiraterie gefährdet. Insgesamt konnten im Jahr 2013 98.500 Produkte im Wert von 5,6 Millionen Euro beschlagnahmt werden. "Das sind 5,6 Millionen Euro, die den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie der Wirtschaft in Österreich und Europa fehlen", betonte Bacher.

Obwohl die Zahl der gehandelten Produktfälschungen insgesamt reduziert werden konnte, ist deren Gesamtwert vor allem im Bereich Kosmetika und Mobiltelefone angestiegen. Die größte Gruppe der Fälschungen sei leider auch die gefährlichste Form der Produktpiraterie: Der Handel mit gefälschten Medikamenten. "Im Sinne von Sicherheit und verantwortungsvoller Politik in Europa müssen wir gemeinsam dagegen auftreten", fordert Bacher und machte gleichzeitig auf den EU-Aktionsplan 2013/14 aufmerksam, welcher mittels 21 konkreter Maßnahmen durch Kommission und Länder einen wesentlichen Schritt in die richtige Richtung darstelle. (Schluss) jr/eg

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