Stronach/Steinbichler: Ländlicher Raum muss erhalten bleiben

Heimische Produkte mit Herkunftsgarantie am Markt etablieren

Wien (OTS) - "Der ländliche Raum ist ein enorm wichtiger Wirtschaftsraum, dennoch wird er immer weiter ausgedünnt: Die Landgemeinden sind zum Großteil unfinanzierbar und schwer verschuldet. Gleichzeitig werden immer mehr regionale Arbeitsplätze abgebaut. Das zeigt sich nicht nur am Beispiel der Errichtung eines Einkaufstempels in Vöcklabruck, sondern auch in vielen anderen Landgemeinden, wo immer mehr Innenstadtgeschäfte schließen müssen:
Hier gehen hunderte Arbeitsplätze verloren, weil die kleinen Betriebe und Geschäfte Opfer der Großhandelsketten werden", zeichnete Team Stronach Agrarsprecher Leo Steinbichler in der heutigen Nationalratsdebatte eine ernüchterndes Bild der aktuellen Entwicklung im Ländlichen Raum.

"Die Menschen können heute nicht mehr einfach über die Straße gehen, wenn sie zur Arbeit wollen. Stattdessen müssen sie mit dem PKW 20, 30 oder bis zu 100 Kilometer zurücklegen, um zu ihren Arbeitsstätten zu gelangen. Leidtragende sind vor allem die Familien", machte Steinbichler aufmerksam. Anstatt die Familien mit einer Erhöhung der Familienbeihilfe zu unterstützen - aufgrund der jahrelang überfälligen Inflationsbereinigung mussten die Familien bereits einen Einkommensverlust von 33 Prozent in Kauf nehmen - werden sie "mit einem Mehr von 4 Euro pro Kind und Monat abgespeist. Gleichzeitig müssen die Mütter, die ihre Kinder in Schule und Kindergarten bringen, für ein Auto mit durchschnittlich 70 PS ein Plus an motorbezogener Versicherungssteuer von 4,20 berappen. Das macht keinen Sinn und ist Wählertäuschung", kritisierte Steinbichler.

Insgesamt wies der Team Stronach Agrarsprecher der bisherigen Agrarpolitik ein schlechtes Zeugnis aus: "150 000 Bauernhöfe mussten zugesperrt werden, weil sich die Produktion nicht mehr lohnt. Die regionalen Produkte werden nicht gefördert! Die heimischen Tourismus-und Hotelbetriebe sollten eigentlich regionale Produkte und Spezialitäten anbieten. Stattdessen werden massiv billigere Nahrungsmittel importiert, die bei uns die Preise drücken und den Bauern damit jede Existenzgrundlage nehmen. Damit muss Schluss sein! Die Politik hat dafür zu sorgen, dass heimische Produkte mit Herkunftsgarantie am Markt etabliert werden. Zum Beispiel darf "Tiroler Speck" ausschließlich aus heimischem Fleisch hergestellt werden und muss als Marke geschützt werden", forderte Steinbichler.

"Die Arbeit muss sich für die Bauern wieder lohnen! Wir vom Team Stronach wollen eine faire Partnerschaft mit den Bauern, den Konsumenten und unseren Gästen, die nicht nur die Schönheit der Kulturlandschaft genießen, sondern auch die heimischen Qualitätsprodukte der Bauern verkosten wollen", so der Team Stronach Agrarsprecher.

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