Berlakovich: Europa muss den Flutopfern am Balkan helfen

Laut Kommissar Hahn können betroffene Staaten mit Hilfe aus EU-Fonds rechnen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Europa werde die von der Flutkatastrophe betroffenen Staaten am Westbalkan nicht allein lassen, erklärte ÖVP-Nationalratsabgeordneter DI Niki Berlakovich im Rahmen einer Sitzung von drei "Parlamentarischen Gruppen" mit den Botschaftern von Kroatien, Serbien und Bosnien-Herzegowina nach einem Gespräch mit EU-Regionalkommissar Johannes "Gio" Hahn. Thema des Treffens war, wie man den von den großen Überschwemmungen Ländern bestmöglich helfen kann.

Kroatien als EU-Mitglied und Serbien als Beitrittskandidat können den EU-Solidaritätsfonds ansprechen, für den unmittelbaren Nachbarn Bosnien müssten Strukturfonds-Mittel verwendet werden. Damit können, so Berlakovich, Rettungs- und Reinigungsarbeiten, die Instandsetzung von Infrastruktureinrichtungen und Wiederaufbau-Maßnahmen finanziert werden. EU-Kommissar Hahn hat Berlakovich auch eine rasche und unbürokratische Mittelbereitstellung zugesichert.

Berlakovich dankte allen Österreicherinnen und Österreichern, auch jenen mit serbischem, kroatischem und bosnischem Hintergrund, die bereits viele Hilfsmittel in ihre Ursprungsländer geschickt haben. "Es ist erfreulich, wie groß die Solidarität der Menschen mit den Flutopfern ist. Außerdem zeigt sich, dass diese Länder, die vor nicht allzu langer Zeit noch verfeindet waren, einander jetzt gegenseitig helfen. Das ist Menschlichkeit und europäische Solidarität."

Diese Hilfe ist für die Staaten, die sich erst in den letzten Jahren von den Folgen des Bürgerkriegs in den 90er Jahren erholen konnten, überlebensnotwendig, so der ÖVP-Abgeordnete. Die EU werde auch diesmal beweisen, dass sie nicht nur eine Wirtschafts- sondern auch eine Solidargemeinschaft ist, die kein Land im Stich lässt. In diesem Sinne hofft Berlakovich darauf, dass die EU auch bei der Beseitigung der durch das Hochwasser zu Tage geförderten Minen helfen wird. (Schluss)

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