AK: Mieten senken - Wohnen muss billiger werden!

Wien (OTS) - "Wohnen muss billiger werden", verlangt AK Präsident Rudi Kaske. "Für einen Arbeitnehmerhaushalt sind die Mieten in Wien nicht mehr leistbar", kritisiert Kaske die Immobilienwirtschaft. Denn: 9,12 Euro pro Quadratmeter netto, dazu kommen aber noch Betriebskosten und Umsatzsteuer - das sind dann fast 12,5 Euro pro Quadrtatmeter brutto. "Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung sind rund 900 Euro im Monat zu zahlen, freilich ohne Strom- und Heizkosten", so Kaske. "Eine Mietenpreisbremse ist daher jetzt dringend erforderlich." Zustimmung hingegen findet die Forderung der Immobilienwirtschaft nach mehr Wohnraum, vor allem wenn geförderte, leistbare Wohnungen geschaffen werden sollen.

In Wien verlangen Vermieter auch jetzt schon für private Altbauwohnungen, was der freie Markt hergibt. Die privaten Mieten steigen seit 2005 doppelt so stark wie die Einkommen und die allgemeine Teuerung. "Wohnen muss wieder leistbar werden", so Kaske. "Daher ist eine wirksame Mietenbremse dringend notwendig", fordert der AK Präsident "eine Begrenzung der Zuschläge und eine Steigerung der geförderten Neubautätigkeit."

Wohnen muss billiger werden - konkret verlangt die AK:

1 Mieten senken: Vermieter dürfen nicht mehr als 20 Prozent auf den Richtwert für die Miete draufschlagen. Es muss einen klaren Zu- und Abschlagskatalog im Mietrechtsgesetz geben. Die Angabe der Zu- und Abschläge muss im Mietvertrag verpflichtend sein.

2 Wohnbauförderung zweckbinden: Die Wohnbauförderung muss wieder zweckgebunden und an die Teuerung angepasst werden, um mehr geförderte Wohnungen zu bauen.

3 Weg mit den Befristungen.

4 Betriebskosten senken: Die Versicherungskosten und Grundsteuer müssen aus dem Betriebskostenkatalog gestrichen werden.

5 Maklergebühren für Mieter streichen: Makler handeln im Auftrag der Vermieter - und sollen auch von denen bezahlt werden.

6 Klare Erhaltungsregeln für Vermieter festlegen.

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