Sportkletterer und Weltcup-Sieger Kilian Fischhuber ist Patenonkel eines kleinen Bartgeiers

VIER PFOTEN organisierte offizielle Patenschaftsfeier in Eulen- und Greifvogelstation Haringsee

Wien (OTS) - Der junge niederösterreichische Sportkletterer Kilian Fischhuber, der am vergangenen Wochenende in Innsbruck erneut vor seiner Freundin Anna Stöhr Weltcup-Gesamtsieger im Bouldern wurde, hat heute bei einem von VIER PFOTEN organisierten Event in der Eulen-und Greifvogelstation Haringsee (EGS) die Patenschaft für einen jungen Bartgeier übernommen. Wie sein Patenonkel wird das Tier nun den Namen Kilian tragen. Bei der offiziellen Feier waren auch VIER PFOTEN Geschäftsführer Heli Dungler, der Bürgermeister von Haringsee, Roman Sigmund, und Gastgeber Dr. Hans Frey, wissenschaftlicher Leiter der EGS, anwesend.

Die EGS hatte den jungen Bartgeier vor rund zwei Monaten als Baby von einem tschechischen Zoo übernommen. Seine leiblichen Eltern hatten sich nur um das ältere Geschwisterchen gekümmert und den Nachzügler verstoßen. In der EGS haben sich seither Bartgeier-Ammeneltern um den kleinen Kilian gekümmert. Ende Mai soll er dann im Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol ausgewildert werden.

"Ich freue mich sehr, hier mein gefiedertes Pendant getroffen zu haben! Es ist für mich eine tolle Chance, ein so seltenes und schützenswertes Tier genauer kennen zu lernen. Ich denke, "Kilian" ist ebenso fels- und bergbegeistert wie ich und wird in Osttirol sicher eine beflügelte Zeit verbringen", so der frisch gebackene Bartgeier-Pate Kilian Fischhuber.

VIER PFOTEN Geschäftsführer Heli Dungler: "VIER PFOTEN unterstützt die EGS nicht zuletzt deshalb seit Jahren, weil sie sich für die Wiederansiedelung der Bartgeier in den Alpen einsetzt. Ihr Leiter Dr. Hans Frey und sein Team leisten auf einzigartige Weise einen wichtigen Beitrag sowohl zum Tier- als auch zum Artenschutz", so Dungler. Tatsächlich ist die EGS ist die einzige Pflegestation, in der Jungvogelfindlinge durch Ammen derselben Vogelart, also in einem natürlichen Familienverband, großgezogen werden können.

Dr. Hans Frey: "Als Leiter des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Bartgeier freut es mich sehr, dass wir auch den kleinen Kilian bald in die Freiheit entlassen können. 2013 konnte die EGS insgesamt rund 520 Tieren helfen, unter ihnen über 400 Wildvögeln, davon wiederum ca. 2 Drittel Jungvögel. Alle Jungtiere wurden durch Ammeneltern der gleichen Art großgezogen und zu 90% wieder freigelassen."

Der Bartgeier ist mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern der größte Vogel Europas. Er war einst in fast allen Gebirgen Südeuropas und in den Alpen beheimatet. Obwohl er ein harmloser Aas-und Knochenfresser ist, wurde ihm nachgesagt, er würde Gämsen und Lämmer reißen und selbst vor Kindesraub nicht zurückschrecken. So wurde aus dem Bartgeier ein "Lämmergeier", der gnadenlos verfolgt wurde und Ende des 19. Jahrhunderts im Freiland ausgerottet war.

Die Wiederansiedelung des Bartgeiers in den Alpen ist ein internationales Projekt der Vulture Conservation Foundation und beruht auf einer Kooperation der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) mit 35 europäischen Zoos. In Österreich sind dies neben der EGS der Tiergarten Schönbrunn und der Alpenzoo Innsbruck, die Veterinärmedizinischen Universität Wien, sowie die Nationalparks der Alpen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Elisabeth Penz
Press Office Austria
VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
Linke Wienzeile 236, 1150 Wien

Tel: + 43 (0)1 895 02 02 - 66
Fax: + 43 (0)1 895 02 02 - 99
Mobil: + 43 (0)664 3086303
elisabeth.penz@vier-pfoten.org
www.vier-pfoten.at www.vier-pfoten.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPF0001