Länderquoten alarmierend! Stadt Traiskirchen fordert sofortige Asyl-Initiativen

Neues Erstaufnahmezentrum statt leerstehendem Schubhaftzentrum in Vordernberg denkbar

Wien (OTS) - "Höchste Zeit zum Handeln", so Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler zu der weiterhin steigenden Zahl an Asylsuchenden im Traiskirchner Flüchtlingslager.

"Die unerfüllten Länderquoten (in 8 der 9 Bundesländer) in Fragen der vereinbarten Flüchtlingsaufteilung sind nicht nur gegenüber der Traiskirchner Bevölkerung eine Provokation, es zeigt auch, dass in diesem Punkt die Handlungsfähigkeit und vor allem die Durchsetzungsfähigkeit des Innenministeriums hier nicht gegeben ist."

"Der Bund muss die Situation mit den säumigen Ländern sofort in den Griff bekommen und wieder handlungsfähig werden. Außerhalb von Beteuerungen der Länder bzw. des Bundes hat sich in den letzten Wochen nichts verbessert - im Gegenteil: der Stand in Traiskirchen ist sogar noch gestiegen, so der Bürgermeister.

Auch das fast leerstehende Schubhaftzentrum im steirischen Vordernberg könnte innerhalb von Tagen in ein Erstaufnahmezentrum umgebaut werden, das forderte heute auch die Volkshilfe Österreich in einer Aussendung, so Babler weiter, der nun endlich Bewegung in dem jahrelangen Stillstand nach der unglücklichen Diskussion von Eberau sieht.

Und Bürgermeister Babler abschließend: "Was es braucht, liegt seit Jahren auf der Hand und wird trotz alledem nicht umgesetzt:

1. Eine gesetzlich verankerte Aufteilung von Flüchtlingen auf alle Bundesländer.

2. Weitere kleinere, überschaubarere und gut zu betreuende Erstaufnahmezentren in den Bundesländern.

und 3. Die Schließung und Verhinderungen von Massenlagern wie jenem in Traiskirchen"

Rückfragen & Kontakt:

Bgm. Andreas Babler, MSc.
0664/180 30 23
Hauptplatz 13, 2514 Traiskirchen

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | STT0001