Gefälschte Produkte - Gefahr für Jobs, Sicherheit und Gesundheit

Prammer, Schieder, Danninger und Zakostelsky warnen KonsumentInnen

Wien (PK) - Täuschend echte Sportgeräte, Markenmode und -schuhe, Schmuck, Kosmetik- und Hygieneprodukte, Uhren, Mobiltelefone, technische Ausrüstungen und Elektrogeräte waren heute in der Säulenhalle zu sehen. Anlass für die Ausstellung war der aktuelle Produktpirateriebericht, der heute im Nationalrat behandelt wird. Wie schon in den Vorjahren nahm Nationalratspräsidentin Barbara Prammer die Plenardebatte des Produktpiraterieberichts zum Anlass, um -gemeinsam mit Finanzstaatssekretär Jochen Danninger, SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder und dem Obmann des Finanzausschusses Andreas Zakostelsky - in einer Pressekonferenz ausführlich über die Gefahren von Markenfälschungen zu informieren. Zudem klärten ExpertInnen der Zollbehörden über die Gefahren der Produktpiraterie auf, insbesondere über den Internethandel mit Medikamentenplagiaten.

Produktpiraten gefährden Sicherheit und Gesundheit der Menschen. SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder nannte das Beispiel der oft jungen KäuferInnen, die gefälschte Sonnenbrillen als "Schnäppchen" erwerben und damit ihre Gesundheit gefährden, weil diese Brillen nicht vor schädlicher UV-Strahlung schützen. Aber auch der Wirtschaft wird durch Markenfälschungen enormer Schaden zugefügt. 76 Millionen EuropäerInnen stellen jährlich Güter im Wert von 4,7 Billionen Euro oder 39% des EU-BIP in Unternehmen her, die große Summen in die Entwicklung neuer Produkte investieren und auf den Schutz ihres geistigen Eigentums angewiesen sind, führte Finanzauschussobmann Andreas Zakostelsky aus. Finanzstaatssekretär Jochen Danninger und Klubobmann Andreas Schieder erinnerten daran, dass der österreichische Zoll im vergangenen Jahr 1.894 Markenfälschungen aufgriff und 98.440 Produkte beschlagnahmte, deren Wert - gemessen am Originalpreis - mehr als 5,6 Millionen Euro betrug. Nahezu 25% aller vom österreichischen Zoll gefundenen Sendungen mit Fälschungen waren Medikamentenplagiate, die gefährlichste Form der Produktpiraterie, wie man dem Produktpirateriebericht 2013 entnehmen kann.

Beim Kampf der Zollbehörden gegen Produktpiraterie und zum Schutz von VerbraucherInnen ist die Aufklärung der KonsumentInnen, insbesondere junger Menschen, vor allem auch über die Gefahren des Internethandels wichtig, sagte abschließend Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die auch die Demokratiewerkstat dazu nutzen möchte, um Kinder und Jugendliche über die Gefahren gefälschter Produkte aufzuklären. (Schluss) fru/nov

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