Produktpiraterie: Schieder warnt vor Gesundheitsrisiken durch Fälschungen

Prammer, Schieder, Danninger präsentieren Produktpiraterie-Bericht 2013 - Zoll fing gefälschte Produkte um 5,6 Mio. Euro ab

Wien (OTS/SK) - Den Produktpiraterie-Bericht 2013 haben heute Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder und Staatssekretär Jochen Danninger präsentiert. Der österreichische Zoll hat 2013 fast 2.000 Aufgriffe gefälschter Produkte zu verzeichnen, mit einem Gesamtwert von 5,6 Millionen Euro. Die größte Gruppe darunter waren Medikamentenfälschungen, v.a. aus Internetkäufen. Für Schieder ist besonders diese Gruppe Beleg für das Risiko beim Kauf gefälschter Produkte: Diese bergen - durch unter-oder überdosierte Wirkstoffe - vielfach enorme Gesundheitsrisiken, warnte Schieder. ****

Ziel müsse sein, Konsumentinnen und Konsumentinnen über die Strafbarkeit, die Gesundheitsrisken, aber auch die wirtschaftlichen Auswirkungen von Produktfälschungen aufzuklären, betonten Prammer, Schieder und Danninger unisono. "Produktfälschungen sind die negative Kehrseite des globalen Handels", so Schieder. So wirken Fälschungen nicht nur negativ auf Markenschutz, die Wertschöpfung und damit Arbeitsplätze, auch Risiken durch bedenkliche Inhaltsstoffe und mangelnde Qualität - auch in Modeartikeln - seien nicht zu unterschätzen, warnte der SPÖ-Klubobmann. Kaufen sich zum Beispiel Jugendliche eine billige gefälschte Designerbrille, dann müsse man bewusst machen, dass der notwendige UV-Schutz oft nicht gegeben ist.

Schieder, der in seiner früheren Funktion als Finanzstaatssekretär auch für Zollangelegenheiten zuständig war, hob weiters die effiziente Arbeit des österreichischen Zolls hervor. So wurden ein Viertel aller in der EU beschlagnahmten Medikamentenfälschungen in Österreich sichergestellt.

Flankiert wurde die heutige Pressekonferenz in der Säulenhalle des Parlaments von einer Ausstellung, die gefälschte Produkte sowie Abbildungen von den äußerst bedenklichen Produktionsmethoden zeigt. Die Palette reicht dabei von gefälschten Mode-Markenprodukten, elektronischen Geräten bis zu gefährlichen Medikamentenfälschungen wie etwa "Viagra". (Schluss) ah/sc

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