Jakob Auer: Wachstumsmotor Landwirtschaft muss erhalten bleiben

Europa-Stunde "Lebenswert.Österreich.Die neue Ländliche Entwicklung 2020." Europa-Stunde "Lebenswert.Österreich.Die neue Ländliche Entwicklung 2020."

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Österreich ist lebenswert und gerade die ländlichen Gebiete dienen als wichtiger Lebens- und Wirtschaftsraum. Für den ÖVP-Agrarsprecher und Bauernbund-Präsidenten Abg. Jakob Auer ist der Ländliche Raum zudem ein Wachstumsmotor, der wesentlich dazu beiträgt, die Schuldenkrise zu überwinden. In der aktuellen Europa-Stunde des Nationalrates verwies Auer heute, Dienstag, aber auch darauf, dass im Hinblick auf die Krise in der Ukraine und den Krieg in Syrien Europa auch als Friedensprojekt gesehen werden muss. "Wir sollten dankbar sein dafür, dass wir in Frieden und in einem wunderschönen Land leben."

"Landwirtschaft ist Wirtschaft am Lande und das bedeutet die Produktion von hochwertigen Lebensmitteln, den Schutz unserer Lebensgrundlagen Boden, Wasser und Luft. Sie ist aber auch ein entscheidender Wirtschaftsfaktor", so Auer. Im Vorfeld der Verhandlungen zur Ländlichen Entwicklung war mitunter von einem Minus von 50 Prozent oder gar vom Untergang der bäuerlichen Familienbetriebe die Rede. "Tatsache ist, die Bauern sind es gewohnt, nach vorne zu blicken, sich in ständiger Veränderung zu behaupten und Flexibilität zu zeigen", wies Auer auf die künftigen Herausforderungen für die Bäuerinnen und Bauern hin. Neben der Ländlichen Entwicklung sind das die Neufeststellung der Einheitswerte sowie die Umstellung von historischem auf das Regionalmodell.

Ländliche Entwicklung schafft vitale Räume für alle

Der Ländliche Raum ist für Jakob Auer ein vitaler Raum für alle Menschen. Immerhin betrage das Volumen für die Ländliche Entwicklung rund 7,7 Milliarden Euro. "Das ist eine hohe Summe an Investitionen für den Ländlichen Raum, die vieles aber nicht alles abdecken können", verwies der ÖVP-Abgeordnete auf die Kernelemente, wie etwa der Erhalt einer multifunktionalen, flächendeckenden und wettbewerbsorientierten Landwirtschaft mit hoher Umweltorientierung. "Nur so kann eine Weiterentwicklung aller bäuerlichen Familienbetriebe und des Ländlichen Raumes gewährleistet werden." Neben den ländlichen Gebieten erhalten aber auch Städte - wie etwa Graz, das rund 331 Millionen Euro in der letzten Periode erhielt -wichtige Fördermittel. "Es sind daher nicht nur die Bäuerinnen und Bauern die Förderempfänger, sondern es sind insgesamt wichtige Maßnahmen zur Förderung des Ländlichen Raumes beschlossen worden" so Auer.

Der Wirtschaftsfaktor Landwirtschaft sichert 530.000 Beschäftigten im vor- und nachgelagerten Bereich ihren Arbeitsplatz. "Was brauchen die Menschen am Land? Sie brauchen Jobs, einen Platz zum Arbeiten und Wirtschaften. Sie brauchen Wohnraum, einen Platz zum Leben und sie brauchen eine ärztliche Versorgung sowie Telekommunikation und ausreichend Ausbildungsmöglichkeiten. Wichtig sind aber auch Dorfgemeinschaften und ein aktives Vereinsleben. Die Dorfentwicklung ist die Idee des Bauernbundes", betonte Auer.

Jeder Bauernhof muss erhalten bleiben!

Die Bäuerinnen und Bauern sind mehr denn je eine in Österreich wichtige Berufsgruppe. Sie versorgen die gesamte Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln. "Ihre Qualität ist wirklich herzeigbar", so Auer. Dank der hervorragenden Landwirtschaftspolitik in Österreich ist es zudem gelungen, dass die Abwanderung bei uns geringer ist als im EU-Vergleich. "Aber wir müssen alles tun, damit wir die Strukturveränderungen bremsen. Denn es ist wichtig, dass jeder Bauernhof erhalten bleibt", betonte Auer.

Elli Köstinger ist die einzige bäuerliche Vertreterin im Europaparlament

"Nur zwei Flugstunden südlich von uns tobt ein Krieg und östlich von uns finden schwierige Auseinandersetzungen statt. Diese Leute kämpfen darum, frei wählen gehen zu können. Und manche Menschen in Österreich glauben, sie brauchen das nicht", nutzte Auer die Gelegenheit, die Menschen aufzurufen, von ihrem Wahlrecht am Sonntag Gebrauch zu machen. "Mit Elli Köstinger haben wir zudem die einzige bäuerliche Vertreterin im Europaparlament, die zur Wahl steht. Sie hat Kompetenz und Durchsetzungsvermögen", verwies Auer auch darauf, dass Köstinger heuer zur Abgeordneten des Jahres im Europaparlament gewählt wurde. (Schluss)

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