Wohlmuth: Pensionisten stehen für das Füllen von Budgetlöchern der Banken nicht zur Verfügung

Pensionistenverband fordert Schluss mit den Hetzkampagnen gegen das staatliche Pensionssystem

Wien (OTS/SK) - "Den Pensionisten reichts! Ständig werden die Pensionistinnen und Pensionisten als Sündenböcke für das Budget dargestellt! Andauernd dieselbe Platte mit den Märchen zur angeblichen Unfinanzierbarkeit des Pensionssystems. Damit muss endlich Schluss sein", fordert Andreas Wohlmuth, Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs. "Die durchsichtigen Hetzkampagnen gegen das staatliche Pensionssystem sind reine Panikmache mit falschen Zahlen und verfolgen nur ein Ziel: die stabile erste Pensionssäule zu zerstören und einen Generationenkonflikt herbeizureden. Wir werden das nicht zulassen", so Wohlmuth. ****

"Es vergeht kein Tag, an dem nicht selbsternannte Pensionsexperten das Ende des staatlichen Pensionssystems verkünden wollen", so Wohlmuth, der dahinter durchsichtige Motive von Anbietern privater Altersvorsorge-Produkte vermutet. Denn, so Wohlmuth, gesicherte Daten und seriöse, unabhängige Vorhersagen sprechen eine völlig andere Sprache. "Sämtliche Prophezeiungen der Pensionsexperten der letzten Jahrzehnte, wonach unser Pensionssystem zusammenbricht, haben sich als falsch erwiesen. Die Wahrheit ist, dass die Pensionen sich immer im budgetierten Rahmen gehalten und zumeist sogar weniger gekostet haben als budgetiert war. So wurden in den letzten Jahren zwischen 250 und 400 Millionen Euro weniger aufgewendet als prognostiziert", stellt Wohlmuth klar. "Die Privat-Vorsorge-Polizzen haben allesamt gefloppt, man bekommt weniger als bei einem Sparbuch. Die im Kapitalmarkt angesiedelten Betriebspensionen haben bis zu 40 Prozent Kürzungen erfahren. Ich kann beim besten Willen hier keine Vorteile erkennen. Hingegen sind die staatlichen Pensionen pünktlich, verlässlich und wertangepasst Monat für Monat - auch in den Krisenjahren - ausbezahlt worden. Das ist sicher", argumentiert Wohlmuth.

Faktisches Antrittsalter steigt - brauchen Reform der Arbeitswelt, keine Pensionsreform

"Bei den Alterspensionen liegen wir bei den Männern bei 62,9 Jahren. Und bei den Frauen sind wir mit 59,4 Jahren bereits ganz nah am Regelpensionsalter", erklärt, Wohlmuth, der weiter ausführt, dass auch insgesamt das faktische Pensionsantrittsalter bereits steigt. "Die zahlreichen bereits gesetzten Maßnahmen für einen längeren Verbleib im Erwerbsleben wie z.B. die Gesundheitsstraße, das Programm fit2work etc. greifen", so Wohlmuth, der einmal mehr deutlich macht:
"Wir brauchen keine Pensionsreform, sondern zuallererst eine Reform der Arbeitswelt. Her mit den Jobs für Ältere! Her mit der betrieblichen Gesundheitsvorsorge! Her mit dem Bonus-Malus-System!"

Pensionsmonitoring ermöglicht noch effizientere Maßnahmen

Einen "großen Schritt" sieht der Pensionistenverband Österreichs im Pensionsmonitoring, das noch im heurigen Jahr starten wird. "Darin wird detailliert aufgeschlüsselt in welchen Betrieben, in welchen Branchen, in welchen Betriebsgrößen, in welchen Regionen besonders häufig Altersarbeitslosigkeit und Frühpensionen vorkommen. Diese Ergebnisse werden mögliche Problemfelder deutlich aufzeigen, sodass dann - wenn notwendig - zielgerichtet weitere Maßnahmen gesetzt werden können", betont Wohlmuth.

Pensionskonto zeigt: Auch Junge können sich auf staatliches Pensionssystem verlassen

Dass sich auch die heute "Jungen" auf die staatliche Pension verlassen können, zeigt unter anderem das mit 1. Jänner 2014 in Kraft getretene Pensionskonto. "Darin kann dann die aktuell zu erwartende Pensionshöhe eingesehen werden. Das Pensionskonto bietet volle Transparenz und maximale Sicherheit. Das Schauermärchen "dass die Jungen keine staatliche Pension mehr bekommen, das Märchen von der Unfinanzierbarkeit der Pensionen, wird durch das Pensionskonto endgültig widerlegt", so Wohlmuth, der abschließend erneut unterstreicht: "Die ältere Generation lässt es sich nicht mehr gefallen, ständig als Sündenbock dargestellt zu werden. Fakt ist:
Nicht die Pensionen, sondern die Bankensanierungen belasten das Budget. Und für das Füllen der von den Banken verursachten Budgetlöcher stehen die Pensionisten nicht zur Verfügung!" (Schluss) up/mp

Rückfragehinweis: Pensionistenverband Österreichs, Mag. Susanne Vockenhuber, Bakk., Tel.: 01/313 72 31, E-Mail:
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