Nationalrat - Oberhauser: Gesundheitsreform orientiert sich am Wohl der PatientInnen

Privatisierungspläne der NEOS würden bedeuten: Gemeinnützigen Spitälern bleibt volles Risiko, private Spitäler schauen auf Gewinnmaximierung

Wien (OTS/SK) - "Die Gesundheitsreform orientiert und organisiert sich an der aktuellen Situation. Die schaut so aus, dass wir ein zersplittertes und föderalistisches System haben. Aber trotz dieser Ausgangslage ist es eine wirklich gute Reform geworden. Es wurden alle an einen Tisch gebracht, geschaut, wie können Differenzen ausgeräumt werden und wie kann man Schnittstellen zu Nahtstellen machen", wies SPÖ-Sozialsprecherin Sabine Oberhauser heute, Dienstag, die Kritik von NEOS und Team Stronach in der Aktuellen Stunde zur Gesundheitsreform im Nationalrat zurück. ****

Kritik übte Oberhauser auch an den Privatisierungsplänen der NEOS im Gesundheitsbereich: "Was ist der Unterschied zwischen privaten und gemeinnützigen Spitälern? Die privaten schauen darauf, dass sie ihre Gewinne maximieren. Die gemeinnützigen haben die Aufgabe, alle PatientInnen aufzunehmen. Man sieht, dass Privatspitäler oft teure Erstoperationen durchführen und sobald etwas schief läuft, werden die PatientInnen in die Intensivstationen der mit öffentlichen Geldern bezahlten Spitäler gebracht", stellte Oberhauser klar. Das bedeute, wie man auch in Deutschland sehen könne, dass den gemeinnützigen Spitälern das hohe Risiko mit IntensivpatientInnen bleibe und die privaten Spitäler kümmern sich um "Wellnessmedizin".

Oberhauser machte auch deutlich, was eine von den NEOS gewollte Versicherungspflicht anstatt einer Pflichtversicherung bedeuten würde: "Sie wissen aber schon, was in Deutschland passiert ist, als man zur Versicherungspflicht übergegangen ist. Die guten Krankenkassen waren plötzlich nur mehr übers Internet buchbar und in den oberen Stockwerken angesiedelt. Sie glauben doch nicht, dass jemand der alt und krank ist, in den dritten Stock kommt oder sich eine Krankenkasse übers Internet sucht."

Es ist unsere Aufgabe, zu schauen, dass die PatientInnen möglichst gut versorgt sind. "Das macht die SPÖ, es wird versucht, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, die Strukturen so zu ebnen, dass die PatientInnen in den Mittelpunkt gestellt werden und nicht nur die Interessen der ÄrztInnen." (Schluss) bm

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