Stronach/Nachbaur: Ärzte sollen Rechtsform selber wählen können

Nur in Freiheit gibt es Wettbewerb, und nur durch Wettbewerb haben wir die beste Qualität

Wien (OTS) - "Österreich ist Spitalseuropameister und mit 280 Spitalsaufenthalten pro Einwohner sogar Spitalsweltmeister", kritisierte Team Stronach Klubobfrau Kathrin Nachbaur im Rahmen ihres Debattenbeitrages zur Aktuellen Stunde das derzeitige Gesundheitssystem und forderte "eine Entlastung der Ambulanzen samt Stärkung der niedergelassenen Ärzte". Nachbaur machte auf den Ärztemangel, die Arbeitszeiten, die schlechte Bezahlung und die Abwanderung von Jungärzten ins Ausland aufmerksam. " Ärzte sind für ihre Leistung unterbezahlt und man darf sich bei diesen Arbeitsbedingungen nicht wundern, dass es oft zu tragischen Vorfällen kommt. Ein Arzt steht unter enormen Druck und ist für die Patienten nicht ausgeruht", so Nachbaur.

Kritik übte Nachbaur am wuchernden Spitalswesen. Laut neuester Studie werden immer noch "neue Spitalsbetten aufgebaut anstatt einen Bettenabbau durchzuführen. Stationäre Medizin ist nicht dafür ausgerichtet, ist teuer und belastet das Budget", so die Team Stronach Klubobfrau. Sie schlug vor: "Die Gesundheit muss Bundeskompetenz sein. Einnahmen, Aufgaben und Ausgaben müssen - wie auch der Rechnungshof sagt - aus einer Hand kommen." Um die niedergelassenen Ärzte zu stärken, müsse das freie Unternehmertum erlaubt werden. "Es ist das Risiko des Arztes, wie er seine Praxis organisiert. Ärzte sollen die Rechtsform selber wählen können. Sie sollen sich die Mitarbeiter selber aussuchen dürfen und selbstverständlich muss erlaubt sein, dass Ärzte auch Ärzte anstellen können", so Nachbaur. Und weiter: "Nur die Freiheit garantiert die individuelle Therapie und gute Medizin. Nur in Freiheit gibt es Wettbewerb, und nur durch Wettbewerb haben wir die beste Qualität. Deshalb: Freiheit vom Kammerzwang!"

Einsparungspotenzial sieht Nachbaur vor allem im Verwaltungsbereich und schlug vor, die Zwangsgebühren bei den Kammern jedes Jahr um 20 Prozent zu reduzieren, außer das Mitglied zahlt freiwillig höhere Gebühren. "Das Gesundheitssystem muss effizienter werden, wir müssen kostengünstiger arbeiten, wir müssen trachten, dass die Menschen länger gesund leben und den Fokus auf Vorsorge legen", so Nachbaur.

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