Junge Industrie kritisiert "Budget auf tönernen Füßen"

JI-Bundesvorsitzende Niss: Versagen in der Pensionspolitik offensichtlich - "Pensionslücke" sowie fehlendes Geld für Universitäten bedenkliches Signal

Wien (OTS) - "Das Versagen in der Pensionspolitik wird immer offensichtlicher. Man kann nur hoffen, dass eine Mehrheit in der Bevölkerung sich diese Art der Zukunftsverweigerung nicht mehr länger gefallen lassen wird", so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss, zum Bericht über eine mögliche "Pensionslücke" im heutigen "Standard". "Selbst wenn die 'optimistische' Annahme der Regierung eintreten sollte: Können wir wirklich zufrieden sein, bis 2018 ein Pensionsantrittsalter von 60,1 Jahren erreichen zu wollen? Wir Jüngeren werden für die fehlende Ambition dieser Regierung eines Tages zahlen müssen - kein Wunder, wenn sich viele Jüngere von der Politik abwenden und sich nicht ernst genommen fühlen", so die Bundesvorsitzende. Die gesamte Budgetplanung stehe offenbar "auf tönernen Füßen". Dass dabei weiter Milliarden in das österreichische Frühpensionssystem gepumpt werden, sei inakzeptabel. "Höchst bedenklich wäre es zudem, wenn - wie kolportiert - wieder einmal kein Geld für die Universitäten vorhanden wäre. Das ist ein deutliches Zeichen für die völlig falschen Prioritäten der Politik."

Dass strukturelle Reformen seit Jahren zwar versprochen, aber nicht umgesetzt würden, sei mittlerweile nur noch schwer zu verstehen: "Wir haben bei der Steuer- und Abgabenquote mittlerweile Schweden überholt. Schweden geht aber als Hochsteuerland wenigstens vernünftig mit dem Steuergeld um", so die Bundesvorsitzende. So habe Schweden aus seiner Krise Anfang der 90er Jahre gelernt, die Schulden reduziert und den Staatsapparat reformiert: "Man muss der Fairness halber zugeben, dass es auch in Schweden zuerst einen Crash gebraucht hat, damit die Politik umgedacht hat. Offenbar ist dieser auch in Österreich notwendig. Die Bundesregierung scheint jedenfalls zielsicher und unbeirrt in diese Richtung zu steuern. Die Rechnung werden wir Bürger präsentiert bekommen", so Niss abschließend.

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