Mastgeflügel: Supermärkte scheren aus Anti-Tierschutz Koalition der Regierung aus

Besatzdichtenerhöhung wäre Todesstoß für Bio und tierschutzkonformere Haltung; Tierschutzdelegation bei SPÖ Kärnten, Proteste in Wien, St. Pölten und Krems

Wien (OTS) - REWE hat mit Pro Planet Masthühnern innovativ ein Projekt gestartet, von sich aus die Haltungsbedingungen dieser Tiere zu verbessern. Statt die Besatzdichte zu erhöhen, wie das die Regierung plant, wird von 30 auf 25 kg Lebendgewicht pro m2 reduziert. Dem VGT teilten die Firmenverantwortlichen mit, dass sie sich deshalb ganz klar gegen eine Besatzdichtenerhöhung in der konventionellen Mast aussprechen. Das würde ihr Projekt torpedieren und gefährden.

SPAR wandte sich in einem Schreiben an den VGT: "Wir sprechen uns GEGEN eine Besatzdichtenerhöhung aus. Das Missverständnis dürfte so entstanden sein, dass wir uns zuerst unvoreingenommen alle Standpunkte angehört haben. Sehr schnell war klar, dass wir uns aber eindeutig dagegen aussprechen."

In Kärnten besuchte eine Tierschutzdelegation die Zentrale der Landes-SPÖ in Klagenfurt. Landesgeschäftsführer Daniel Fellner war sehr bestürzt, von der geplanten Besatzdichtenerhöhung zu erfahren. Gabi Dörflinger, Kammerrätin für Land- und Forstwirtschaft, fürchtete, dass das den Konkurrenzdruck auf die Biobetriebe enorm erhöhen würde. Die Tierschutzorganisation RespekTiere protestierte unterdessen in St. Pölten und Krems gegen die Pläne des SPÖ-Tierschutzministeriums im Mastgeflügelbereich. In Wien gab es entsprechende VGT-Kundgebungen. Die Tierschutzorganisation Robin Hood appellierte an die SPÖ-KandidatInnen für die EU-Wahl.

VGT-Obmann Martin Balluch: "In wenigen Tagen wird die Wahl vorbei sein. Ist dann aus Sicht des Tierschutzministers Alois Stöger die Bahn frei für den Abbau zentraler Tierschutzstandards im Mastgeflügelbereich? Die Tierschutzszene ist alarmiert. Aber nicht nur das, Minister Stöger wird sich auch der Opposition der Supermarktketten, sowie der Bio- und der tierschutzgerechteren Betriebe gegenüber sehen. Will er jenen Sektor der Landwirtschaft, der Österreich zum Feinkostladen Europas machen sollte, der Agrarindustrie opfern?"

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