BMVIT stellt Drei-Stufen Plan zum Breitbandausbau bis 2020 vor - Dieser ist ohne Breitbandmilliarde nicht realisierbar

Wien (OTS) - Im Zuge des heutigen Branchen-Dialogs des Infrastrukturministeriums
mit Stakeholdern aus der IKT-Wirtschaft wurde die geplante Breitbandförderstrategie des BMVIT vorgestellt. Ziel ist es, bis 2020 eine flächendeckende Versorgung mit Hochleistungsbreitband in ganz Österreich umzusetzen. "Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten wir uns weiterentwickeln, stattdessen droht Österreich zurückzufallen. Werden diese Infrastrukturinvestitionen nicht getätigt, würde dies den Wirtschaftsstandort, aber insbesondere den ländlichen Raum massiv schwächen", so Mag. Thomas Arnoldner, Vorstandsvorsitzender der Alcatel-Lucent Austria AG und IOÖ-Vorstand.

Seit der Budgetrede von Vizekanzler Spindelegger Ende April steht fest, dass die für den notwendigen Infrastruktur-Ausbau benötigte Breitbandmilliarde, zumindest in diesem Jahr, nicht dem Infrastrukturministerium (BMVIT) zu Verfügung steht.
Die INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH spricht sich für eine rasche Umsetzung der heute vorgestellten Breitband-Strategie des BMVIT aus. Der Ausbau leistungsfähiger Breitband-Infrastruktur muss Schwerpunkt der kommenden Jahre sein, um die digitale Kluft in Österreich zu schließen.

Es müssen Investitionen getätigt und konkrete Projekte umgesetzt werden. Gerade im IKT-Sektor, als treibender Wirtschaftsmotor Österreichs, zu sparen, widerspricht den mittel- und langfristigen Budgetsanierungsplänen des Finanzministeriums.
"Ohne die Mittel aus der Breitband-Milliarde wird es kaum möglich sein die Breitband-Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Investitionen in eine exzellente digitale Infrastruktur stärken den Wirtschaftsstandort Österreich und schaffen Wachstum und Arbeitsplätze und damit auch zusätzliche Steuereinnahmen", so Hannes Ametsreiter, CEO der Telekom Austria Group und IOÖ-Vizepräsident.

Die Digitale Offensive des Bundes muss eingeleitet und gemeinsam mit der IKT-Branche erarbeitet und umgesetzt werden. Die INTERNTOFFENSIVE ÖSTERREICH spricht sich für ausreichende Finanzmittel aus, um den Infrastruktur-Ausbau vorantreiben zu können. Gleichzeitig muss der Förderzeitraum definiert werden, damit die Branche die Fördermittel strategisch einsetzen kann.

Die Hälfte der Erlöse aus der Frequenzversteigerung im vergangenen Herbst - also eine Milliarde Euro - wurden dem Infrastrukturministerium zugesprochen und sollten für den Infrastruktur-Ausbau, vor allem in entlegenen Gebieten Österreichs, verwendet werden. Ziel ist es, Österreichs Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und unter die top IKT-Nationen zu bringen. "Zuwarten mit der Förderung ist keine Hilfe, denn der LTE-Ausbau der Netzbetreiber erfolgt in den nächsten zwei bis drei Jahren. Wenn die Förderung fehlt, die mit der Auktion finanziert werden sollte, bedeutet das entweder langsameren Ausbau, oder höhere Kosten für den Endverbraucher, oder womöglich beides. Österreich hat ohnedies bei Breitband-Internet großen Aufholbedarf. Während die Zahl der Anschlüsse bei den Spitzenreitern in der OECD zwischen 130 und 140 Anschlüssen pro 100 Einwohner beträgt, liegt sie in Österreich bei rund 80 Anschlüssen", erklärt Andreas Bierwirth, CEO der T-Mobile Austria und IOÖ-Vorstand.

Der Verein INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH ist ein Zusammenschluss wesentlicher österreichischer IKT-Unternehmen wie A1 Telekom Austria, Alcatel-Lucent, Compass-Verlag, HP, Hutchison Drei, Microsoft, Raiffeisen Informatik Consulting, SAP, T-Mobile, WH Medien und WKO Fachverband für Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen. Der Verein Internetoffensive Österreich organisiert und trägt die große Organisationsplattform Internetoffensive Österreich, die als vereinsrechtlich organisierte Interessenvertretung Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft in die Arbeit des "Kompetenzzentrums Internetgesellschaft" der Bundesregierung mit einbindet.

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