Bundesheer: Rund 540 Soldaten helfen in Hochwassergebieten im In- und Ausland

40 österreichische Soldaten in Bosnien und Herzegowina im Dauereinsatz

Wien (OTS/BMLVS) - Das Bundesheer befindet sich seit Freitag, den 16. Mai aufgrund der anhaltend starken Regenfälle in Assistenzeinsätzen. Seither unterstützten bereits rund 400 Soldatinnen und Soldaten die Einsatzkräfte in Niederösterreich und dem Burgenland bei Aufräumarbeiten. Heute sind noch knapp 150 Soldaten in Niederösterreich im Einsatz. Auch am Balkan helfen österreichische Soldaten: Nach dem größten Hochwasser seit über 120 Jahren in Bosnien und Herzegowina fliegen Bundesheer-Hubschrauber, um die Bevölkerung aus den Krisenregionen zu evakuieren. Rund 40 EUFOR-Soldaten sind im Assistenzeinsatz.

"Unsere Soldatinnen und Soldaten sind seit Tagen unermüdlich im Einsatz, um den Menschen in den Katastrophengebieten zu helfen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Menschen in Österreich oder in Bosnien und Herzegowina rasche Hilfe brauchen. Wir stehen jederzeit bereit", so Verteidigungsminister Gerald Klug.

Aktuell sind in den Gemeinden Ybbsitz und Hollenstein an der Ybbs knapp 100 Soldatinnen und Soldaten vom Jägerbataillon 12 aus der Kaserne Amstetten damit beschäftigt, Straßen freizuräumen. Weitere knapp 40 Pioniere aus Melk, unterstützt durch Baumaschinen, Bagger und Kippern, beseitigen Muren und Verklausungen. Sie sind im Raum Wilhelmsburg an der Traisen eingesetzt. Darüber hinaus sind rund zehn Soldaten vom Militärkommando Niederösterreich in St. Pölten stationiert, um die organisatorische Arbeit während des Einsatzes zu leiten.

Im Burgenland waren am Wochenende 25 Soldaten beim Hochwassereinsatz in Schützen am Gebirge. Die Soldaten unterstützten den Einsatz der Feuerwehr, um eine drohende Überschwemmung im Bereich der Wulka zu verhindern.

Über das Wochenende hielten sich fünf Hubschrauber in Bereitschaft:
Am niederösterreichischen Fliegerhorst Brumowski in Langenlebarn standen ein Hubschrauber vom Typ OH-58 "Kiowa", einer vom Typ "Alouette" III und einer vom Typ S-70 "Black Hawk" zur Verfügung, um die Einsatzkräfte im Bedarfsfall zu unterstützen. Zwei weitere "Alouette"-Hubschrauber hielten sich in Aigen im Ennstal (Steiermark) bereit. Zwei der in Langenlebarn bereitgehaltenen Hubschrauber waren am Samstag in Opponitz im Bezirk Lilienfeld eingesetzt. Mithilfe der Hubschrauber erkundeten die Experten das betroffene Gebiet, um für einen optimierten Einsatz am Boden zu sorgen. Die Soldaten werden voraussichtlich noch bis Mittwoch im Assistenzeinsatz sein.

In Bosnien und Herzegowina haben starke Regenfälle Vermurungen und Überschwemmungen ausgelöst. Rund 40 Soldaten des Österreichischen Bundesheeres unterstützen im Rahmen ihres Auslandseinsatzes die zivilen Behörden aus Bosnien und Herzegowina. Seit Freitag sind vier Bundesheer-Hubschrauber unterwegs, um die Bevölkerung aus den Krisengebieten zu retten. Am Wochenende evakuierten drei Bundesheer-Hubschrauer vom Typ "Alouette" III und ein "Black Hawk" über 800 Personen. Auch Notfallkrankentransporte wurden mit Hilfe der Bundesheer-Hubschrauber geflogen. Patienten konnten bereits an Bord erstversorgt werden. Darüber hinaus wurden sechs Tonnen Hilfsgüter transportiert. Heute sind zwei Hubschrauber im Einsatz. Sie fliegen lokale Ärzte aus dem Krankenhaus Senica in die Krisengebiete.

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