GPA-djp Wirtschaftsbereich Energie zu Kraftwerksschließungen: Versorgungssicherheit gefährdet

Verbund hat Verantwortung als öffentliches Unternehmen - Energiestrategie eingefordert

Wien (OTS/ÖGB) - "Die Schließung von Kraftwerken des Verbundkonzerns kann zu ernsten Problemen bei der Versorgungssicherheit in Österreich führen, da diese als Reserve für die Sicherstellung der Stromnetzstabilität von großer Bedeutung sind. Durch die dadurch notwendige Steigerung von Stromimporten fließt außerdem massiv Wertschöpfung in andere Länder ab und Österreich macht sich abhängiger", erklärt der Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Energie in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Johann Hubmann. ++++

"Der Verbundkonzern ist ebenso wie andere Unternehmen im öffentlichen Eigentum an seine Verantwortung für die Versorgungssicherheit im Land zu erinnern. Eine ausschließlich nach betriebswirtschaftlichen Kriterien erfolgte Geschäftspolitik kann diesem Anspruch nicht gerecht werden. Es ist höchste Zeit, dass sich alle energiepolitischen Verantwortungsträger des Landes treffen, um eine Energiestrategie für das Land auszuarbeiten, die den Erfordernissen der Versorgungssicherheit gerecht wird", fordert Hubmann.

"Der gesamte Energiebereich ist für die Zukunft des österreichischen Wirtschaftsstandortes, für die Beschäftigten und für die Gesamtbevölkerung derart essentiell, dass die öffentliche Hand, ihre Verantwortung im Interesse der Allgemeinheit dringend wahrnehmen muss. Wir fordern den Wirtschaftsminister auf, hier die Initiative zu ergreifen und eine längst überfällige Energiestrategie endlich voran zu bringen", ergänzt der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Proyer.

Die KonzernbetriebsrätInnen der Verbundgesellschaft kritisieren auch die bislang nicht erfolgte breite Information an die von der Schließung betroffenen Beschäftigten. Die KonzernbetriebsrätInnen fordern eine umfassende und transparente Information an die Beschäftigten und ihre BetriebsrätInnen über die Folgen der Schließungen. Der bestehende Sozialplan soll angesichts der Vorhaben neu adaptiert und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden.

Rückfragen & Kontakt:

GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martin Panholzer
Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0005