WKÖ-Gleitsmann zu Schweizer Votum gegen Mindestlohn: Absage an politische Experimente

Lohnsystem in Österreich sozial, leistungsorientiert und mit Augenmaß - WKÖ fordert Entlastung des Faktors Arbeit durch Reformen

Wien (OTS/PWK338) - "Die Menschen wissen, dass Löhne kein Wunschkonzert sind, sondern hart erwirtschaftet werden müssen", kommentiert Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) das klare Votum der Schweizer gegen einen gesetzlichen Mindestlohn. "Lohnpolitik eignet sich nicht für politische Experimente, weil hier zu viele Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen", erteilt Gleitsmann auch Forderungen hierzulande eine Absage, in die Lohnpolitik der Sozialpartner einzugreifen.

Im Gegensatz zur Schweiz und den anderen EU-Ländern werden in Österreich fast alle Arbeitnehmer von Mindestlöhnen erfasst. "Die Lohnpolitik der Sozialpartner gewährleistet, dass die Kaufkraft fast aller Arbeitnehmer jährlich steigt und die Betriebe gleichzeitig wirtschaftlich arbeiten können."

Ausgaben für Pensionen steigen überproportional - Reformen in Angriff nehmen

Entwertet werden die jährlichen Lohnabschlüsse allerdings durch die hohe Abgabenquote: Von einem Euro, den der Arbeitgeber aufwendet, landen nur rund 50 Cent in der Geldtasche des Arbeitnehmers. "Der Faktor Arbeit ist dringend zu entlasten. Aber nicht durch zusätzliche Steuern und Schulden, sondern durch Reformen etwa im Pensionssystem", betont Gleitsmann im Hinblick auf die dramatische Prognose zu den Pensionsausgaben: Nach dem aktuellen Strategiebericht steigen die Pensionsausgaben bis 2018 um 4,2 Mrd Euro und damit viel stärker als alle anderen Ausgaben und viel stärker als noch vor einem Jahr prognostiziert wurde. "Dieser Anstieg entspricht in etwa den Kosten einer Lohnsteuerreform, wie sie derzeit gefordert wird. Das zeigt den dringenden Handlungsbedarf auf", so Gleitsmann. (PM)

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