Wimmer: Telekom-Syndikatsvertrag ist und bleibt ein Versagen von Kemler und Mitterbauer

Umfassende Kritik an der Staatsholding ist berechtigt und ernst zu nehmen; Neuausrichtung der ÖIAG dringend notwendig

Wien (OTS/SK) - "Die Versuche von ÖIAG-Boss Kemler, das eigene Versagen auf die ArbeitnehmerInnenvertreter abzuwälzen, sind aufs Schärfste zurückzuweisen. Erstens haben die ArbeitnehmerInnenvertreter den Unterwerfungsvertrag zwischen Telekom Austria und América Móvil nicht verhandelt, und zweitens haben wenigstens sie - im Gegensatz zu den Kapitalvertretern - den Vertrag vor der entscheidenden Sitzung mit Expertinnen und Experten begutachtet", kommentiert der SPÖ-Industriesprecher Rainer Wimmer das Interview mit Rudolf Kemler im Format vom 16. Mai 2014. ****

Anstatt mit Klage zu drohen, sei es angebracht, dass sich Kemler bei den MitarbeiterInnen und PersonalvertreterInnen der Telekom Austria entschuldige, denn im Gegensatz zur ÖIAG-Führung seien diese dem Unternehmen in jahrzehntelanger Treue verbunden und haben größtes Interesse an einer guten Entwicklung. "Die Interessen einiger Kapitalvertreter im ÖIAG-Aufsichtsrat liegen hingegen im Dunklen oder jenseits der Grenzen", so Wimmer. "Sogar Claus Raidl hat den Inhalt des Vertrags in einem profil-Interview nochmals auf den Punkt gebracht: 'Das Schlechteste aus allen Welten'. Da hat er Recht", bekräftigt der SPÖ-Industriesprecher.

Zum Bestellmodus des Aufsichtsrates kommentiert Wimmer: "Selbst der Erfinder der von Schwarz-Blau eingeführten 'Selbsterneuerung' des ÖIAG-Aufsichtsrates gesteht ein, dass diese ein Fehler war - durch eine Insiderclique wurde aus der Selbsterneuerung Selbstbedienung. Auch ÖIAG-Aufsichtsratschef Mitterbauer konnte dies im heutigen profil nicht entkräften".

Die Vorgänge rund um die Telekom seien aber ein weiterer Beleg dafür, dass die ÖIAG dringend reformiert werden muss, schließt Wimmer. (Schluss) ah/rp/mp

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