Klug/Stadler: Bundes-Sportförderungsfonds beschließt Förderungsprogramme

Klug: Leistungsorientierung statt Gießkanne

Wien (OTS/BMLVS) - Sportminister Gerald Klug und die Vorsitzende der Bundes-Sportkonferenz Astrid Stadler präsentierten heute, Montag, das Förderungsprogramm des Bundes-Sportförderungsfonds für das Jahr 2015.

"Mit dem neuen Bundes-Sportförderungsgesetz, das am 1. Jänner 2014 in Kraft getreten ist, hat in Österreich ein neues Zeitalter der Sportförderung begonnen. Die Gießkanne hat ausgedient, die Förderungen sind nun leistungsorientiert und transparent", sagt Sportminister Gerald Klug.
Astrid Stadler: "Die mehrjährige Grundförderung bietet den Verbänden Planungssicherheit, mit der Maßnahmen- und Projektförderung setzen wir Schwerpunkte und können erfolgreiche Verbände stärker fördern!"

Die 80 Millionen Euro im Jahr "Besondere Bundes-Sportförderung", laufen seit heuer über den neu eingerichteten Bundes-Sportförderungsfonds. Für die Bundes-Fachverbände stehen im Jahr 40 Millionen Euro zur Verfügung.

Nun wurden in der Bundes-Sportkonferenz, dem zentralen Gremium des Fonds, die Förderungsprogramme 2015 beschlossen. Die sportpolitischen Empfehlungen und sportpolitischen Schwerpunktsetzungen des Sportministeriums finden sich darin wieder.

Im Bereich Spitzensport wird es klare Prioritätensetzungen und Leistungsorientierung in der Förderung geben. Vier Millionen Euro werden künftig ausschließlich den erfolgreichsten Verbänden zur Verfügung gestellt. Dafür wird die Leistung der Verbände nach den Kriterien internationaler Erfolg in der Eliteklasse, internationaler Erfolg in den Nachwuchsklassen und Bedeutung der Sportart beurteilt und bewertet. Es wird ein Trainerschwerpunkt gesetzt, sowohl im Nachwuchsbereich, als auch in der Allgemeinen Klasse mit einer 100-prozentigen Zweckwidmung. Ebenfalls Zweckwidmungen und Mindest-Dotierungen in der Höhe von gesamt 3,6 Millionen Euro sind für Forschung und Entwicklung, spezielle trainingswirksame Maßnahmen sowie professionelle Betreuung der Athletinnen und Athleten durch sportwissenschaftliche, sportmedizinische und präventive Maßnahmen vorgesehen.
Klug: "Im Vordergrund steht ein professionelles Trainings- und Betreuungsumfeld für unsere Sportlerinnen und Sportler." Stadler: " Das gemeinsam mit dem Expertenbeirat entwickelte Förderungsprogramm gibt eine klare Richtung vor. Dennoch ist festzuhalten, dass das Programm einen Rahmen gibt, in dem die Verbände die Möglichkeit haben, ihre Strategien im Sinne der Leistungsentwicklung ihrer Sportlerinnen und Sportler umzusetzen".

Im Bereich Breitensport, der mit 36 Millionen Euro im Jahr dotiert ist, liegt der sportpolitische Schwerpunkt klar beim Thema " Mehr Bewegung für unsere Kinder ".

Im Sinne einer konsistenten Förderstrategie wird auch im Bereich des Breitensports beim Bundes-Vereinszuschuss ein Fokus auf die Nachwuchstrainerförderung gelegt.
Klug: " Ziel im Breitensport ist es, alle Kinder und Jugendlichen von Bewegung und Sport zu begeistern. Eine besondere Bedeutung kommt dabei den Nachwuchstrainerinnen und Nachwuchstrainern zu." Der Bundes-Vereinszuschuss ist eine Neuerung im Gesetz: Er verpflichtet die Fördernehmer zum Nachweis, dass mindestens 40 % der Grundförderung zugunsten ihrer Vereine auf lokaler und regionaler Ebene verwendet werden. Ein weiterer positiver Aspekt im neuen Förderkonzept ist der regelmäßige Austausch zwischen den Dachverbänden und den Fachverbänden um ihre Maßnahmen besser abzustimmen. Stadler: " Die Herausforderungen im Bereich Breitensport sind gewaltig, wie aktuelle Studien zum Bewegungsverhalten in Österreich zeigen. Das Förderprogramm bietet den Verbänden viele Möglichkeiten, ganz im Sinne des Nationalen Aktionsplans Bewegung mit ihren Angeboten einen Beitrag zur Verringerung der Zahl der Inaktiven zu leisten."

Nachwuchssport und Schulkooperationen sind im Förderungsprogramm mit mindestens 5,4 Millionen Euro dotiert. Im Spitzensport sind 3,4 Millionen vorgesehen, im Breitensport stehen
2 Millionen Euro für das Erfolgsprogramm " Kinder gesund bewegen" zur Verfügung.

Vier Millionen Euro fließen in die zentralen Organisationen ÖOC, BSO, ÖPC und den Behindertensportverband. Für die Abrechnung der Fördermittel kommt zukünftig ein zweistufiges Prüfverfahren zum Einsatz, das aus einer inhaltlichen Basisprüfung durch den Fonds und Schwerpunktprüfungen durch das Ministerium besteht. Der Sportminister hat zudem zu Jahresbeginn neue Abrechnungsrichtlinien erlassen.

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Mag.(FH) Anja Richter
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