Finale des "Universum"-Dreiteilers "Wildes Brasilien"

"Feurige Erde" am 20. Mai um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Kein Land der Erde beherbergt mehr Arten von Lebewesen als Brasilien. Doch Tiere wie Pflanzen sind gezwungen, sich anzupassen. Ihr Lebensraum unterliegt extremen klimatischen Bedingungen - von Dürreperioden bis hin zu Überschwemmungen. "Feurige Erde", der dritte und letzte Teil des "Universum"-Dreiteilers "Wildes Brasilien" über das vielfältige Ökosystem des Veranstalterlandes der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 (ORF eins zeigt ab 12. Juni alle 64 WM-Spiele live), zeigt am Dienstag, dem 20. Mai, um 20.15 Uhr in ORF 2 das Pantanal in all seinen Extremen und Facetten. Der Film dokumentiert in spektakulären Aufnahmen den dramatischen Wandel der Landschaften und Vegetationszonen in einem Land, das wie kaum ein anderes auf unserem Planeten von den fundamentalen Wechselwirkungen der Natur geprägt ist. Für das BBC-Team waren die Dreharbeiten während der Dürre von beinahe unüberwindbaren Schwierigkeiten begleitet. Aufgrund zahlreicher Brandherde waren etliche Regionen nicht erreichbar. Trotzdem glückten der Filmcrew spektakuläre Aufnahmen.

Das Pantanal, eines der größten Binnenfeuchtgebiete der Welt, befindet sich im Südwesten Brasiliens. Es ist ein riesiges Sumpfgebiet, das seinen "Bewohnern" im Jahresverlauf fast alles zumutet, was die Natur an Herausforderungen zu bieten hat. Gewaltige Wassermassen, die sich von November bis März in Wolkenbrüchen über das Land ergießen, vergrößern das Feuchtbiotop, so dass die unterschiedlichen Arten von Amphibien, Vögeln, Fischen und Säugetieren für kurze Zeit das Paradies auf Erden besiedeln. In dieser Zeit finden sie mühelos Nahrung, die folgenden Hungerperioden können sie fast unbeschwert überstehen. Nach Ende des Monsuns, wenn das Wasser abgeflossen und verdunstet ist, setzt im Pantanal die Trockenzeit ein. In wenigen Wochen verändert sich das gewaltige Schwemmland, dann brechen gigantische Feuer über das Pantanal herein. Sie zählen in dieser Region Brasiliens zu einem natürlichen Phänomen und verursachen nicht nur verheerende Schäden, sondern schaffen auch Lebensraum für neue Pflanzen und Tiere.

Die Zeit nach dem Monsunregen steht im Mittelpunkt der dritten und letzten Folge". Sind die Wassermassen des Monsuns erst einmal abgeflossen, kehren die Tiere, die während der gewaltigen Regenfälle in die Baumwipfeln geflüchtet waren, wieder zurück. Wenn die Teiche des größten saisonalen Feuchtgebiets der Erde dann schrumpfen und sich die Flüsse zu Rinnsalen verdünnen, beginnt für Kaimane, Riesenotter oder etwa Jaguare das große Fressen. Fische, die es nicht mehr rechtzeitig in den rettenden Fluss geschafft haben, springen den hungrigen Räubern praktisch zwischen die Zähne. Ohne große Anstrengung können die Säugetiere des Pantanal ihre Reserven so auffüllen und sich auf die nächste saisonale Ausnahmesituation einstellen. Doch die Zeit des Überflusses währt nur kurz, es folgt eine Dürreperiode. Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius entziehen den Gräsern und Pflanzen die letzten Tropfen Wasser und verwandeln das ehemalige Feuchtgebiet in eine trockene Steppenlandschaft.

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