EUREM: Effizientes Energiemanagement durch Qualifikation

Hochkarätige Konferenz demonstriert Erfolge und praxistaugliche innovative Entwicklungen

Wien (OTS/PWK336) - Auf großes Interesse stieß die fünfte internationale Konferenz der europäischen Energiemanager (EUREM), die dieser Tage in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) stattfand. Rund 200 Energie-Experten aus der Industrie, von mittelständischen Unternehmen, Energieversorgern und Energiedienstleistern aus dem In-und Ausland kamen ins Haus der Wirtschaft nach Wien, um sich über die aktuellen Trends rund um effizientes Energiemanagement zu informieren und ihre Erfahrungen auszutauschen.

In zwölf thematisch breit aufgefächerten Workshops präsentierten Trainer und Energiemanager anhand konkreter umgesetzter Projekt, welche Maßnahmen sich - neben der stets willkommenen -Umweltentlastung wirtschaftlich lohnen. Die Energiemanager, die das EUREM-Diplom erworben haben, haben eine Aufgabe: Projekte zu entwickeln, die dem Betreiber durch vermiedenen Energieaufwand Geld ersparen. Teilweise gelingt dies sogar mit Amortisationsdauern im Bereich von 1 - 2 Jahren.

Ein brandheißes Konferenzthema war der Aufbau von Energiemanagementsystemen, den immer mehr Betriebe, auch in Österreich, vorbereiten oder schon eingeleitet haben. Neu ist der Trend zum Einsatz von Photovoltaik in Gewerbe und Industrie zur Eigenstromproduktion.

Klassiker bei den Workshops waren auch heuer wieder die Rückgewinnung von Prozesswärme, die Überarbeitung veralteter Druckluftsystem und die Modernisierung der Beleuchtungssysteme. Erstmals wurden Mobilitätskonzepte der Unternehmen und die thermisch-energetische Sanierung von Betriebsgebäuden in die Konferenz aufgenommen.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der EUREM-Awards 2014 für herausragende betriebliche Energieeffizienzprojekte. Die heurigen Preisträger, die auf Basis der Nominierungen der Kursanbieten in einem Votingverfahren ermittelt wurden, stammen aus Deutschland, Tschechien, Slowenien, Finnland und, erstmals, Chile. Sie verteilen sich auf kleine, mittlere und große Unternehmen.

Einen der Hauptpreise gewann ein deutsches Projekt zum "Lastabwurf", worunter die Verschiebung von Spitzenstrombedarfen aus den Hauptverbrauchszeiten in verbrauchsärmere Zeiten zu verstehen ist, mit der eine deutliche Tarifabsenkung erreicht werden konnte. Im finnischen Beispiel ging es darum, dass Abwasserreinigungsbetriebe immer größere Anteile ihres Energiebedarfs durch aus dem Abwasserstrom gewonnene Energie (Biogaserzeugung, Wärmerückgewinnung) decken.

Energiesparen rechnet sich für Betriebe und Umwelt

Dass das EUREM-Programm am Puls der Zeit liegt, zeigen die aktuellen Daten: Das weltweite Netzwerk hat bereits rund 4.000 Mitglieder in 27 Staaten. Die WKÖ startete mit der EUREM-Ausbildung zum betrieblichen Energieexperten bereits vor zehn Jahren in Österreich. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn Energiesparen rechnet sich: Österreichweit gibt es schon rund 400 EUREM-Absolventen, deren Projekte pro Jahr über 905.000 Megawattstunden und mehr als 330.000 Tonnen CO2 einsparen. Aufgrund der hohen Nachfrage sind landesweit bereits drei Lehrgänge pro Jahr angesetzt. Auch außerhalb von Europa findet Energiemanagement "made in Europe" immer mehr Anklang, besonders in Südamerika florieren die Qualifikationsprogramme für betriebliche Energiemanager. Mit einem chilenischen Projekt, das durch Einsatz von Solarwärme den Heizölbedarf senken konnte, stellte Südamerika heuer erstmals einen Preisträger. (PM)

Weitere Informationen: http://eurem.net

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