Rabbiner: Papstreise ins Heilige Land ist Botschaft des Friedens

Argentinischer Rabbiner Skorka in Jesuitenzeitschaft "Civilta Cattolica": "Wir haben davon geträumt, uns an der Klagemauer zu umarmen"

Rom, 18.05.14 (KAP) Der argentinische Rabbiner Abraham Skorka versteht seine gemeinsame Reise mit Papst Franziskus nach Jerusalem und Bethlehem als eine "Botschaft des Friedens für alle Völker und Nationen der Region". In einem umfangreichen Interview mit der römischen Jesuitenzeitschaft "Civilta Cattolica" berichtet er, wie er bei einer seiner ersten Begegnungen mit dem Papst im Vatikan Ideen zu einem solchen Treffen entwickelt habe. "Wir haben davon geträumt, uns an der Klagemauer zu umarmen", sagte der Rabbiner, der seit vielen Jahren mit dem früheren Erzbischof von Buenos Aires befreundet ist.

Mit einer solchen Begegnung an den Resten des Jerusalemer Tempels könnten sie ein Zeichen setzen angesichts von 2.000 Jahren Dissens zwischen Juden und Christen, so Skorka in dem ersten langen Interview, das "Civilta Cattolica" seit ihrem 150-jährigen Bestehen mit einem Rabbiner veröffentlicht. Er selbst wollte dem Papst nach Bethlehem begleiten, um ihm "in diesem für ihn so bedeutsamen Moment als Geste der Freundschaft und des Respekts nahe zu sein". Das 35-seitige Interview erscheint in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift, deren Texte vor Veröffentlichung dem vatikanischen Staatssekretariat vorgelegt werden.

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