ORF III am Dokumontag: Auftakt der Europawoche mit Griechenland-Schwerpunkt im Hauptabend

Außerdem: Start der Reihen "Wir Europäer!" und "Das ganze Interview" mit den österreichischen Spitzenkandidaten

Wien (OTS) - Anlässlich der EU-Parlamentswahlen startet ORF III am Montag, dem 19. Mai 2014, in seine Europawoche. Den Auftakt bilden die ersten beiden Folgen der sechsteiligen werktäglichen Dokuserie "Wir Europäer!", die sich der Großregion über kulturelle, wirtschaftliche, politische und soziale Aspekte annähert: "Europa beginnt zu denken" (17.40 Uhr) und "Europa erfindet den Kapitalismus" (18.25 Uhr).
Weiter geht es um 19.15 Uhr mit der ersten Ausgabe der neuen werktäglichen Reihe "Das ganze Interview", das ORF-III-Chefredakteur Christoph Takacs mit den österreichischen Spitzenkandidaten führt. Den Anfang macht Angelika Mlinar (NEOS).
Im Anschluss widmet ORF III der Causa Griechenland einen umfangreichen Doku-Hauptabend, und damit auch jenen Schattenseiten Europas - wie Flüchtlingsdramen, Wirtschaftskrise und Rechtsextremismus. Die Sendungen dazu: "Festung Europa - Einsatz gegen Flüchtlinge" (20.15 Uhr), "Griechenland: Die Achillesferse Europas?" (21.10 Uhr), "Ist Griechenland die Lösung?" (22.05 Uhr) und "Europas Extremisten im Vormarsch" (22.55 Uhr).
Bei den "Wiener Vorlesungen" diskutieren danach um 23.45 Uhr Autor und Emigrant Frederic Morton, Historikerin Helga Embacher und Historiker Claus-Dieter Krohn zum Thema "Existenzraub, Überleben im Exil, Neustart".

Die Sendungen im Detail:

Start der sechsteiligen Dokuserie "Wir Europäer!" im Vorabend:
"Europa beginnt zu denken" (17.40 Uhr) und "Europa erfindet den Kapitalismus" (18.30 Uhr)

Die sechsteilige Dokumentation "Wir Europäer!" zeigt, welche kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ideen und Ereignisse, Entwicklungen und Umbrüche für die Menschen in Europa aus heutiger Sicht richtungsweisend waren.
Folge eins, "Europa beginnt zu denken", beschäftigt sich damit, wie Individualismus und Rationalität in der Renaissance die Überhand über Kirche und Schicksalsglaube gewannen. Durch die exemplarischen Lebenswege der drei Persönlichkeiten Jan Hus, Nikolaus Kopernikus und Andreas Vesalius wird Geschichte personifiziert und erlebbar gemacht.

Die zweite Folge, "Europa erfindet den Kapitalismus", beschäftigt sich mit neuen Wirtschaftskonzepten, die im 16. Jahrhundert aufkamen:
Die Europäer entwickeln eine Markt- und Geldwirtschaft, die moderne kapitalistische Züge trägt. Veranschaulicht werden die Umbrüche dieser Zeit anhand der Lebensgeschichten von Wilhelm Brömse, Jakob Fugger und Etienne Turquet.
Die nächsten Folgen von "Wir Europäer!" sind vom 20. bis 23. Mai täglich um 18.25 Uhr zu sehen.

Start der ORF-III-Gesprächsreihe "Das ganze Interview" mit den österreichischen Spitzenkandidaten: Auftakt mit Angelika Mlinar, NEOS (19.15 Uhr)

In der Woche vor den EU-Parlamentswahlen präsentiert ORF III werktäglich, jeweils um 19.15 Uhr, ein Sonderinterview mit den fünf Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der österreichischen Parlamentsparteien: Ihre Beweggründe, ihre Visionen, ihr Rezept für Europa und warum man gerade sie wählen soll, erklären sie im Einzelgespräch mit ORF-III-Chefredakteur Christoph Takacs. Den Anfang macht NEOS-Repräsentantin Angelika Mlinar, die von ihrer Vision von den "Vereinigten Staaten von Europa" berichtet, die selbstverständlich eine "funktionierende Außen- und Sicherheitspolitik, eine gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik sowie ein gemeinsames Datenschutzrecht" brauchen.

Weiter geht es mit Ulrike Lunacek von den Grünen (Dienstag, 20. Mai), die erklärt, warum Europa vor allem sozialer werden muss. Das Ziel sind europaweite Mindestlöhne sowie eine europäische Arbeitslosenversicherung. Für Harald Vilimsky von der FPÖ (Mittwoch, 21. Mai) hingegen ist die EU ein Projekt von "Großkonzernen und Finanzwirtschaft" und die Grenzöffnungen seien mitverantwortlich für die hohe Kriminalitätsrate, weshalb man über die Einführung von "Smart-Grenzen" nachdenken sollte. Eine "himmelschreiende Ungerechtigkeit" ortet Eugen Freund von der SPÖ (Donnerstag, 22. Mai) in der Steuerflucht der Konzerne, denn 1.000 Milliarden Euro an Steuern würden nicht dort bezahlt, wo sie erwirtschaftet werden, was angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeitsraten untragbar sei. Ein starkes Europa in der Welt wünscht sich Othmar Karas von der ÖVP (Freitag, 23. Mai): Dazu müsse Europa unabhängiger von den Datenservern in den USA, dem Gas aus Russland und dem Öl der OPEC-Staaten werden sowie seine regionalen Stärken - die Vielfalt, die Dynamik der Menschen und der Klein- und Mittelständischen Betriebe - nützen.

Doku- Hauptabend mit vier Produktionen zum Thema Griechenland (ab 20.15 Uhr)

"Festung Europa - Einsatz gegen Flüchtlinge" (20.15 Uhr) beschäftigt sich mit jenen zehntausenden Menschen, die jedes Jahr versuchen, illegal nach Europa zu gelangen und dabei Schreckliches erleben. Filmemacher Michael Richter hinterfragt, was wirklich an den Außengrenzen Europas geschieht und welche Rolle dabei die Grenzschutzagentur Frontex spielt.
Anschließend rollt "Griechenland: Die Achillesferse Europas?" (21.10 Uhr) 40 Jahre hellenische Geschichte auf und zeigt, wie es zu einer Staatsverschuldung von 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts kommen konnte. "Ist Griechenland die Lösung?" (22.05 Uhr) beleuchtet danach jene neuen Wirtschaftsmodelle, die aufgrund des bankrotten Staatshaushalts in Griechenland entstanden sind.
Diesem hoffnungsvollen Grundton setzt die Dokumentation "Europas Extremisten im Vormarsch" (22.55 Uhr) dann ein Kontrastprogramm entgegen: Europaweit ist der Vormarsch der Nationalisten, Populisten und xenophoben Bewegungen zu beobachten. Das Filmteam von Alexandre Spalaikovitch und Laurent Delhomme recherchiert quer durch Europa und stößt damit in die innersten Keimzellen der jeweiligen Gruppierungen vor.

"Wiener Vorlesungen: Existenzraub, Überleben im Exil, Neustart" (23.45 Uhr)

Einen Blick auf Europas Trauma des 20. Jahrhunderts wagen Autor und Emigrant Frederic Morton, die Historikerin Helga Embacher und Historiker Claus-Dieter Krohn für die "Wiener Vorlesungen". Sie fragen nach den Spuren des Holocaust heute. Wo steht die Forschung heute, 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs? Wie geht es den von Vertreibung, Raub und Exil betroffenen Menschen heute?

Die TVthek stellt alle ORF-III-Sendungen, für die entsprechende Lizenzrechte vorhanden sind, als Live-Stream und als Video-on-Demand bereit.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0003