Neues Volksblatt: "Etwas Gutes" von Markus EBERT

Ausgabe vom 15. Mai 2014

Linz (OTS) - Im Fußball nennt man so etwas eine Steilvorlage, wenn nicht überhaupt einen aufgelegten Elfmeter - nämlich der SPÖ den 1. Mai als "ihren" Feiertag nehmen zu wollen (oder ihm zumindest eine weitere Bedeutung zuzumessen). Sozusagen von Null auf Hundert schoss gestern das Empörungs-Barometer in die Höhe, nachdem die Äußerungen von Familienministerin Karmasin ruchbar geworden waren. Das war selbst ÖAAB-Chefin Mikl-Leitner nicht mehr ganz geheuer, sie gab das Wording aus: 1.Mai als Tag der Arbeit UND der Familien.
Tatsache ist, abseits aller Aufgeregtheit, dass man den Anliegen der Familien gar nicht genug Aufmerksamkeit schenken und der Durchsetzung bestimmter Forderungen gar nicht genug Nachdruck verleihen kann. Dass Kinderlärm laut Bauordnung (nicht mehr in OÖ!) eine "schädliche Umwelteinwirkung" sein kann, spricht Bände für die Verfasstheit eines Teils dieser Gesellschaft. Ob das von manchen gesellschaftlichen Gruppierungen so dringend geforderte Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare der große Fortschritt in der Familienpolitik ist, darf bezweifelt werden, denn ein Mehrheitsproblem ist das, mit Verlaub gesagt, nicht. Wenn Ministerin Karmasin mit ihrem "Sakrileg-Vorstoß" zum 1. Mai der Diskussion darüber, was Familien wirklich brauchen, über den heutigen Internationalen Tag der Familie hinaus Schwung verliehen hat, dann hatte die Sache ihr Gutes.

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