Maßnahmenpaket für Hausärzte und neue Pflegeausbildung

Stöckl bei der Landesgesundheitsreferentenkonferenz: Finanzierung der Lehrpraxen sicherstellen

Salzburg (OTS) - "Nicht nur Salzburg, auch die anderen österreichischen Bundesländer sind massiv mit dem Problem konfrontiert, dass es vor allem in den ländlichen Gebieten, aber auch schon in den Ballungszentren zunehmend schwieriger ist, frei werdende Hausarztstellen zu besetzen. Das hat sich bei der Konferenz der Landesgesundheitsreferenten ganz klar gezeigt, bei der ich diese Thematik angesprochen habe und erneut eine Lanze zur Stärkung der Hausärzte gebrochen habe. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bundesländern bin ich mir einig, dass es ein Maßnahmenpaket zur Absicherung der regionalen medizinischen Versorgung braucht, das rasch umgesetzt werden muss." Das sagte heute, Mittwoch, 14. Mai, Salzburgs Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Dr. Christian Stöckl nach der Landesgesundheitskonferenz, die in Egg am Faaker See in Kärnten stattgefunden hat.

"Um in Zukunft die Gesundheitsversorgung für alle Menschen in allen Regionen zu sichern, muss ein Schwerpunkt auf die Allgemeinmedizin gelegt werden. Die Allgemeinmediziner/innen garantieren die beste Versorgung für die Bevölkerung. Deshalb müssen wir in der Ausbildung ganz rasch etwas unternehmen", so Stöckl, der dabei unter anderem auf die Einführung bzw. den Ausbau von Lehrpraxen setzt. "Dabei ist es von zentraler Bedeutung und mein Ziel, dass sich der Bund und die Sozialversicherungen an der Finanzierung beteiligen", so Stöckl.

Auseinandergesetzt haben sich die Gesundheitsreferenten auch mit der Pflegeausbildung. "Um den Erfordernissen der Zeit gerecht zu werden braucht es bei der Pflegeausbildung Reformen und Anreize. Grundsätzlich soll die Ausbildung derart gestaltet werden, dass eine modulare Ausbildung gewährleistet und ein entsprechendes Karrieremodell für Pflegerinnen und Pfleger gegeben ist", betonte Stöckl.

Als Basis für eine dem Bundeszielsteuerungsvertrag entsprechende Pflegeausbildung Neu dient ein gemeinsames Ländermodell, das drei Gruppen vorsieht: die Pflegehilfe, die Pflegeassistenz und die Bachelor-Absolventen. "Mit der Umsetzung dieses Modells sollen die Kompetenzen und Aufgaben innerhalb der Pflege bzw. zwischen Pflege und Ärzten neu geregelt werden. Letzteres ist auch angesichts des Ärztemangels von Bedeutung", so Stöckl.

Ein weiterer Beschluss betraf die Novellierung des Apothekengesetzes. Gemeinsames Ziel ist es, die bestmögliche Arzneimittelversorgung für die Bevölkerung auch in Zukunft sicherzustellen.

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