FSG Wien: Europas Jugend braucht Perspektiven

"Es kann nicht sein, dass es nur die große Freiheit für die Wirtschaft gibt"

Wien (OTS/FSG) - "Wir haben die Währungsunion, die Bankenunion oder bald auch eine Energieunion, aber weit und breit ist keine Sozialunion in Sicht", sagte Stefan Schennach, Mitglied des Europarates und sozialdemokratischer Kandidat zur EU-Wahl, im Rahmen einer Informationsveranstaltung der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen, Landesgruppe Wien (FSG Wien) am 13. Mai.

FSG-Wien-Landesgeschäftsführer Gottfried W. Sommer betonte: "Die schwierige Lage der Jugend in Europa kann nicht einfach hingenommen werden. Wir brauchen für die Jugend Perspektiven, mehr Bildungsangebote in vielen Ländern und vor allem neue Arbeitsplätze. Und deshalb brauchen wir auch mehr Sozialdemokratie in Europa."
Der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa muss daher laut Schennach der wichtigste Schwerpunkt der EU-Politik in den kommenden fünf Jahren werden: "Die EU muss in den Bereichen Soziales und Beschäftigung stärker werden. Es kann nicht sein, dass es nur die große Freiheit für die Wirtschaft oder Dienstleistungen gibt. Wir brauchen europäische Arbeitsämter, wir benötigen beschäftigungswirksame Zukunftsinvestitionen, die duale Ausbildung in Europa und ein Ende des Steuerwettbewerbs sowie die Austrocknung der Steuersümpfe", forderte Schennach und warnt: "Wer auf dem sozialen Auge derzeit blind ist, öffnet dem europäischen Neoliberalismus mit seiner sozialen Kälte und seiner Deregulierung Tür und Tor."

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