- 13.05.2014, 07:00:32
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Minister Mitterlehner soll die Studierendenheimförderung wieder einführen.
ÖH Salzburg fordert Umsetzung des Regierungsabkommens.
Utl.: ÖH Salzburg fordert Umsetzung des Regierungsabkommens. =
Salzburg (OTS) -
2010 wurde die Förderung der Errichtung und Sanierung von
Studierendenwohnheimen (kurz Studierendenheimförderung) abgeschafft.
Mit 11 Millionen Euro jährlich förderte der Bund zuvor leistbares
Wohnen für Studierende.
"In Salzburg sind wegen der Abschaffung der Heimförderung die
Mietpreise in Studierendenheimen um bis zu 60 Euro monatlich
gestiegen. Auf das Jahr gerechnet entsprechen diese 720 Euro
Mehrkosten für viele Studierende beinahe einem studentischen
Monatseinkommen", kritisiert Maria Gruber (ÖH-Vorsitzteam).
Im Regierungsabkommen Ende 2013 ist die Förderung der Errichtung und
Sanierung von Studierendenwohnheimen wieder enthalten. Knapp ein
halbes Jahr später jedoch herrscht Stille über diesen Punkt im neuen
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (bmwfw).
"Speziell in Salzburg hat die Streichung der
Studierendenheimförderung das Angebot an leistbarem Wohnraum für
Studierende weiter massiv verknappt. Der soziale Gedanke hinter
Studierendenheimen geht verloren, wenn die Preise der Heime sich den
äußerst hohen Wohnpreisen am freien Markt annähern. Salzburg wird
immer mehr zur Hauptstadt für Pendlerinnen und Pendler. Leistbarer
Wohnraum für Studierende ist in der Stadt selbst kaum mehr
vorhanden", legt Daniel Winter vom Vorsitzteam dar.
"Laut der letzten Studierendensozialerhebung 2011 wohnen in Salzburg
20 Prozent der Studienanfänger-Innen und 9 Prozent aller Studierenden
in Wohnheimen. Außerdem pendeln in keine andere Landeshauptstadt so
viele Studierende wie nach Salzburg. Das bedeutet, dass vor allem
junge Erwachsene eine solche Wohnform brauchen. Diese sind jedoch oft
finanziell nur schlecht ausgestattet. Besonders ihnen tut die
fehlende Studierendenheimförderung weh", ergänzt Dominik Gruber
(ÖH-Vorsitzteam)
Speziell Studierende leiden unter den hohen Wohnraumkosten, die bis
zu 50 Prozent der monatlich verfügbaren Mittel ausmachen. Studieren
wird damit vor allem für junge Erwachsene aus sozial benachteiligten
Schichten nicht finanzierbar.
"Es ist dringend notwendig, dass die Regierung diesen
Fehlentwicklungen mit der Wiedereinführung der
Studierendenheimförderung entgegentritt. Wir fordern Minister
Mitterlehner deshalb eindringlich dazu auf, diese dringend notwendige
Förderung per Verordnung wiederherzustellen", fordert Andreas Eisl,
(Sozialreferent der ÖH Salzburg).
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