Stadler/Heinzl: Öffi-Pass für Niederösterreich soll Vielfahrer belohnen

SPÖ NÖ fordert, die Infrastruktur in NÖ zu modernisieren

St. Pölten (OTS) - "In den infrastrukturell gut ausgebauten Industrieregionen in Niederösterreich gibt es eine höhere wirtschaftliche Stabilität und mehr Betriebsansiedelungen als in anderen Regionen. Es zeigt sich klar: Dort wo die Verkehrsverbindungen entsprechend gut ausgebaut sind - wie an der Ost-West-Achse oder im Süden des Landes - bleibt die Wirtschaft dynamisch und es entstehen Arbeitsplätze. Das Funktionieren unserer arbeitsteiligen Gesellschaft, Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Lebensqualität sind unmittelbar mit einem hohen Grad an Mobilität verbunden. Deshalb ist die Verkehrsinfrastruktur unseres Bundeslandes einer der wichtigsten Standortfaktoren", erklärt SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender Mag. Matthias Stadler heute im Rahmen einer Pressekonferenz mit dem Obmann des parlamentarischen Verkehrsausschusses und SPÖ Verkehrssprecher im Hohen Haus, Nationalrat Anton Heinzl.

Neben der hohen Qualität des Bestandes sowie einem Ausbau der Park-and-Ride-Plätze und der Bahn gehören auch bessere Verbindungen in die Regionen dazu - die Erreichbarkeit muss gegeben sein, so Stadler: "Deswegen müssen die Rahmenbedingungen auch im Wald- und Weinviertel oder in den Tälern des Alpenvorlandes geschaffen werden. Nur wenn auch dort die Infrastruktur den Erfordernissen der Wirtschaft entspricht, wird die Abwanderung gestoppt und die Regionen können sich weiterentwickeln und bleiben wettbewerbsfähig: Wir fordern, dass der Ausbau der Infrastruktur in diesen Regionen vorangetrieben wird - beispielsweise der Bau der Waldviertelschnellstraße, der Ausbau der S8, Pottendorfer Linie und der Franz-Josefs-Bahn sowie der Wasserstraße Donau."

Das Schnellbahn-Konzept, das es in anderen Bundesländern längst gibt, sei ein wichtiger Aspekt für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Niederösterreich, der bisher nicht berücksichtigt wurde, so Stadler, der auf eine Studie hinweist, die im Auftrag der SPÖ NÖ verfasst wurde: "Zentrale Punkte sind die Schaffung eines abgestimmten Taktfahrplans, die Verkürzung der Reisezeiten, die Erhöhung der Geschwindigkeiten durch Infrastrukturmaßnahmen, der Einsatz moderner Fahrzeuge und das weitgehende Vermeiden von Umsteigevorgängen." Wichtig ist Stadler außerdem ein sogenannter ÖPNV-Pass, der Österreich-Personennahverkehr-Pass NÖ, ein elektronischer Fahrausweis, bei dem automatisch beim Ein- und Aussteigen die Kosten in Cent pro Kilometer abgebucht werden - auch Ermäßigungen für Vielfahrer wären möglich: "Wer viel und umweltfreundlich fährt, wird belohnt, wer wenig fährt, wird nicht bestraft."

Nationalrat Anton Heinzl, gab im Anschluss einen Überblick über die Infrastruktur-Investitionen, die seitens des Bundes in den kommenden Jahren geplant sind. In ganz Österreich sind bis 2018 Investitionen in Schiene und Straße in Höhe von 20,3 Milliarden Euro vorgesehen, davon werden alleine 20 Prozent - 4,3 Milliarden Euro - in Niederösterreich investiert. "Der Schwerpunkt liegt mit 2,9 Milliarden Euro im Ausbau der Bahn, 1,4 Milliarden Euro werden in den Straßenausbau gesteckt", so Heinzl: "Für die Jahre 2014/2015 werden in Summe 939 Millionen Euro aufgewendet - 90 Prozent davon für den Ausbau des Bahnverkehrs. Damit werden nicht zuletzt 10.000 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert."

Ein weiterer Schwerpunkt sei der Ausbau des Hochwasserschutzes, dessen Kosten zwischen Bund, Ländern und Gemeinden aufgeteilt werden:
Alle Projekte entlang der Donau sollen bis 2019, also vier Jahre früher als geplant, fertiggestellt sein, so Heinzl: "Eine Investition, die sich klar rechnet - so hat beispielsweise Ybbs 24 Millionen Euro in den Hochwasserschutz gesteckt, der Schaden für das große Hochwasser 2002 betrug 39 Millionen Euro. Damit rechnet ein verhindertes Hochwasser die Kosten für den Schutz!"

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