Walser: Erwin Pröll agiert nach dem Motto "cuius regio, eius religio"!

Grüne kritisieren Erstkommunionsvorbereitung in der Volksschule in Atzenbrugg-Heiligeneich

Wien (OTS) - "Die Religionsausübung ist Privatsache und darf nicht vom Staat verordnet werden. Das gilt auch in der Schule und selbstverständlich auch in Niederösterreich", ärgert sich der Grüne Bildungssprecher Harald Walser über die bekannt gewordenen Vorfälle in der Volksschule in Atzenbrugg-Heiligeneich. Der niederösterreichische Landtagsabgeordnete Emerich Weiderbauer attestiert: "Wenn die zuständigen Juristen feststellen, dass es nicht zulässig ist, während des Musik- und Rechenunterrichts die Erstkommunion für einige SchülerInnen vorzubereiten, dann haben sich die Verantwortlichen daran zu halten!"

Walser vergleicht die Vorgangsweise des niederösterreichischen Landeshauptmanns mit dem Prinzip "cuius regio, eius religio" (lateinisch für "wessen Gebiet, dessen Religion") aus der Zeit der Religionskriege: "Nach fast einem halben Jahrtausend sollte sich auch bei Pröll die Erkenntnis durchgesetzt haben, dass es keine Untertanen mehr gibt und Religion Privatsache ist."

Entsetzt zeigt sich Walser auch darüber, dass der zuständige Jurist strafversetzt wurde: "Der Landesschulrat ist eine Bundesbehörde. Dieser Vorfall muss zu einer Grundsatzdiskussion über die Machtverteilung in Österreich führen. Ich fordere den Landeshauptmann dazu auf, die Versetzung des Juristen Dr. Freudensprung umgehend rückgängig zu machen und Vorgänge, wie sie in der Volksschule Atzenbrugg-Heiligeneich stattgefunden haben, zukünftig zu unterbinden."

Walser und Weiderbauer wünschen den katholischen SchülerInnen Niederösterreichs dennoch einen schönen, ungetrübten Erstkommunionstag!

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004