Kickl: FPÖ fordert von Eugen Freund umgehend Aufklärung mutmaßlicher Geheimdienst-Kontakte

SPÖ-Kandidat muss seine Vergangenheit offenlegen

Wien (OTS) - FPÖ-Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl fordert umgehend eine umfassende Erklärung des SPÖ-Spitzenkandidaten für die EU-Wahl, Eugen Freund, zum Verdacht seiner Mitarbeiterschaft beim jugoslawischen Geheimdienst UDBA. "Details seines Datensatzes auf der Liste der Kontaktpersonen lassen auf eine tiefere - und vor allem wissentliche - Involvierung Freunds schließen, der im Jahr 1978 und danach als Mitarbeiter des Außenministeriums gewiss über die nötigen Kontakte und vor allem auch über wertvolles Wissen für die Tito-Spione verfügt hat", so Kickl. Er erinnert an zahlreiche schwere Verbrechen, die von Titos mörderischem Geheimdienst auch in Österreich gerade in der fraglichen Zeit verübt wurden - vom Mord an dem Dissidenten Nikola Martinovic angefangen bis hin zu einem Sprengstoffattentat auf das Rathaus in Völkermarkt.

"Freunds Rechtfertigung, er habe noch nie jemanden getroffen, den er sich als Agent vorstellen könne, klingt für einen wichtigen Mitarbeiter des Außenministeriums zur Zeit des Kalten Krieges nicht besonders lebensnah", so Kickl. Die FPÖ fordere daher detaillierte Auskünfte: "War Eugen Freund 1978 und danach in Kontakt mit Mitarbeitern der jugoslawischen Botschaft oder sonstiger Behörden des kommunistischen Tito-Regimes? Welche Informationen hat er in Gesprächen ausgetauscht?" Spionage für einen ausländischen Geheimdienst sei ein schwerwiegender Vorwurf, der nicht mit zwei flapsigen Sätzen vom Tisch zu wischen sei und auch nicht mit einem politischen Manöver des SPÖ-Geschäftsführers, den Überbinger der Nachricht zu diskreditieren.

Die FPÖ werde in den slowenischen Archiven nach Akten zur genauen Tätigkeit Eugen Freunds Ausschau halten. "Herr Freund muss sich nun die Frage stellen, ob er so lange abwarten oder nicht lieber selbst reinen Tisch machen will. Und die SPÖ muss sich fragen, ob sie mit diesem Spitzenkandidaten das internationale Renommee Österreichs und insbesondere die Beziehungen zu unserem Nachbarland Slowenien aufs Spiel setzen will", so Kickl.

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