AKS Niederösterreich: Kirche raus aus der Schule

Politisch motivierte Zwangsversetzung darf nicht ohne Konsequenzen bleiben Politisch motivierte Zwangsversetzung darf nicht ohne Konsequenzen bleiben

St. Pölten (OTS) - Das System Pröll hat wieder zugeschlagen: Ein hochrangiger Jurist aus dem niederösterreichischen Landesschulrat wurde vergangene Woche zwangsversetzt, weil er sich gegen die religiöse Diskriminierung von nichtkatholischen Schüler_innen aussprach. Er argumentierte auf Basis eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, welches sich gegen eine religiös motivierte Andersbehandlung von Schüler_innen im Rahmen des Gesamtunterrichts wendet und eine Stellungnahme des Unterrichtsministeriums unterstrich seine Rechtsmeinung zusätzlich. Die Aktion Kritischer Schüler_innen (AKS) Niederösterreich spricht sich klar gegen diese Form der Politjustiz aus, Religion ist Privatsache und hat deshalb außerhalb des dafür vorgesehenen Unterrichtes keinen Platz. "Die überwiegend politisch motivierte Entscheidung der niederösterreichischen Landesspitze, ist eines demokratischen Rechtsstaates unwürdig", so Landesvorsitzender der AKS NÖ Benjamin Jaquemar.

Die AKS unterstützt des Weiteren die "Initiative Religion ist Privatsache" in ihren Forderungen nach dem Rücktritt von Landeshauptmann Pröll und des amtierenden Landesschulratspräsidenten Helm und nach einer Trennung von Kirche und Staat. Schüler_innen darf nicht der katholische Glaube aufgezwungen werden, sondern es muss ein ausgewogenes, gleichberechtigtes Verhältnis aller Glaubensrichtungen, sowie der nicht gläubigen Schüler_innen bestehen. Deshalb setzt sich die AKS für eine sofortige Beendigung des Missbrauchs des Gesamtunterrichtes für Zwecke der Glaubensvermittlung ein. Für die Vorbereitung auf die Erstkommunion bietet ausschließlich der Religionsunterricht den gesetzlich zulässigen schulischen Rahmen und Gesetze haben auch in Niederösterreich respektiert zu werden. Dies sollte Pröll und Helm ebenfalls bewusst sein.

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