Seniorenbund zum internationalen Tag der Pflege (II): Aubauer für klare Trennung von Geld- und Sachleistungen!

Wien (OTS) - Zum morgigen internationalen Tag der Pflege richtet der Österreichische Seniorenbund einen umfassenden Appell an Österreichs Verantwortliche:

Geld- und Sachleistungen nicht in einen Topf werfen!

Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat:

"Es ist unzulässig, in der laufenden Debatte die Systeme der Geld-und Sachleistungen undifferenziert in einen Topf zu werfen! Bei den Geldleistungen, also beim Pflegegeld, wurde die Kritik des Rechnungshofes aufgenommen, wurden die Reformen erfolgreich erledigt:
Statt 303 Pflegegeld-Auszahlungsstellen haben wir derzeit nur mehr 7! Die Einstufung wurde vereinheitlicht und beschleunigt! Bei den Sachleistungen aber konnten mit dem Pflegefonds trotz Sparzeiten neue Geldmittel für Sachleistungen der Länder aufgestellt werden, die nun sogar bis 2018 verlängert sind. Die Strukturreform fehlt jedoch -auch hier gibt der Rechnungshof mit seinen aktuellen Berichten ganz klar die Richtung vor: Vereinheitlichung von Zuzahlungspflichten, bundesweite Standards bei der Berechnung von Heimkosten, Kosten für mobile Pflege, etc."

"Im Regierungsprogramm ist vereinbart, diese Strukturreformen jetzt in Angriff zu nehmen. Der Seniorenbund besteht darauf, dass diese Reformen bis Ende 2015 erledigt werden. Wir werden da nicht locker lassen und stehen für Verhandlungen jederzeit bereit!"

Reform der Pflegeberufe-Ausbildung ausständig!

Für den Seniorenbund gilt:

"Seit Jahren fordert der Seniorenbund die Reform der Pflegeberufe-Ausbildung. Wir wollen ein System von der Lehre bis zur Universität. In Vorarlberg wird die Pflege-Lehre mit besten Erfolgen getestet. Dieses Modell ist auf ganz Österreich umzusetzen. Hinzu kommen muss ein stufenweises System von der Laienpflege bis hin zur universitären Bildung. Dies verknüpft mit einer klaren Aufgaben- und Gehaltsreform. Denn wir stehen dazu: Pflegekräfte müssen deutlich besser bezahlt werden! Hier sind die beiden zuständigen Minister Stöger und Hundstorfer seit Jahren keinen Schritt weiter gekommen. Dies ist angesichts der demografischen Entwicklung nicht länger zu verantworten!"

Die Pflege-Grundsätze des Seniorenbundes: Wahlfreiheit und Versorgungssicherheit!

Für den Seniorenbund gilt:

"Wir vom Seniorenbund stehen für Eigenverantwortung und damit für Wahlfreiheit in jedem Alter. Das heißt: Erhalt und Erhöhung der Geldleistungen (also des Pflegegeldes), kein Ersatz durch Gutscheine oder Sachleistungen. Dabei wissen wir auch alle Organisationen des überparteilichen Seiorenrates voll inhaltlich auf unserer Seite! Ausbau der Pflege-Infrastruktur, damit die Betroffenen auch wirklich in jeder Region ihre Betreuungssituation frei wählen können. Reform der Strukturen - mit bundesweiten Standards zu Kostenberechnungen und Zuzahlungspflichten und freilich auch zur Qualität der Versorgung. Reform der Ausbildungen in der Pflege - von der Lehre bis zur Uni muss ein Einstieg in jedem Alter attraktiv und möglich sein. Und stets: Sparen an den Strukturen, nicht an den Menschen!"

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